Alan Greenspan stirbt – das Ende einer Ära der US-Wirtschaftspolitik
Alan Greenspan, der langjährige Vorsitzende der US-Notenbank (Federal Reserve), ist verstorben. Sein Einfluss erstreckte sich über vier Amtszeiten von US-Präsidenten und hinterließ nachhaltige Spuren in der amerikanischen Wirtschaftspolitik. Fast 19 Jahre lang führte Greenspan die Federal Reserve und prägte die Wirtschaftspolitik unter mehreren US-Präsidenten. Als überzeugter Verfechter freier Märkte galt er in finanziellen Umbruchphasen oft als ruhige Hand und sicherte wirtschaftliche Stabilität in turbulenten Zeiten.
Seine Amtszeit genoss über die Parteigrenzen hinweg Anerkennung – sowohl bei Republikanern als auch bei Demokraten. Er diente unter republikanischen wie demokratischen Regierungen gleichermaßen. Später räumte er jedoch ein, in seinen wirtschaftlichen Ansichten blinde Flecken gehabt zu haben, und gab zu, von günstigen Rahmenbedingungen profitiert zu haben.
Sein Nachruf in der Los Angeles Times hob die Kritik an seiner deregulierenden Haltung hervor. Seine Arbeit prägt bis heute die Debatten über Finanzaufsicht und Marktfreiheit. Greenspans Vermächtnis bleibt ein zentraler Bezugspunkt für die Diskussion über wirtschaftliche Stabilität und die Rolle der Notenbank in Krisenzeiten.
