15 May 2026, 12:17

AfD verliert trotz Umfragehochs bei Kommunalwahlen in Ostdeutschland an Boden

Ein Mann und eine Frau stehen vor einer Menge, der Mann hält einen Stock in der Hand, auf einem Papier mit Text und Zahlen, die einen deutschen Sieg angeben.

AfD verliert trotz Umfragehochs bei Kommunalwahlen in Ostdeutschland an Boden

Die rechtspopulistische AfD hat zwar in bundesweiten Umfragen zugelegt, musste aber bei wichtigen Kommunalwahlen in Ostdeutschland Niederlagen einstecken. Trotz starker regionaler Unterstützung gewann die Partei in diesem Jahr nur zwei von 26 Bürgermeister- und Landkretswahlen, bei denen sie angetreten war. Unterdessen hat ein politischer Podcast Strategien diskutiert, um ihrem wachsenden Einfluss entgegenzuwirken.

In Sachsen-Anhalt liegt die AfD derzeit bei 41 Prozent in den Umfragen, in Mecklenburg-Vorpommern bei 36 Prozent. Bundesweit hat die Partei die CDU/CSU in jüngsten Erhebungen um zwei bis drei Punkte überholt. Dennoch fielen ihre Ergebnisse bei lokalen Wahlen schwächer aus als erwartet.

Im brandenburgischen Uckermark verteidigte die amtierende CDU-Politikerin Karina Dörk ihren Kreistags-Sitz mit einem deutlichen Sieg gegen ihren AfD-Herausforderer Felix Teichner. Dörk wies Debatten über eine politische „Brandmauer“ gegen die AfD als Ablenkung zurück und konzentrierte sich stattdessen auf lokale Themen. Teichner, AfD-Abgeordneter, hatte im Wahlkampf mit einer ungewöhnlichen Taktik auf sich aufmerksam gemacht: Er spielte Klavierversionen von Liedern des linksextremen Liedermachers Hannes Wader, um ein gemäßigteres Image zu vermitteln.

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Analysten stellen fest, dass nur ein kleiner Teil der Wähler, die CDU und CSU den Rücken kehren, zur AfD wechseln. Viele andere planen, nicht zur Wahl zu gehen oder stattdessen linke Parteien zu unterstützen. Die jüngste Folge des wöchentlichen Politikpodcasts Bundestalk untersucht, wie etablierte Parteien auf den Aufstieg der AfD reagieren könnten. Moderiert wird die Diskussion von der Innenpolitik-Korrespondentin Sabine am Orde; zu Gast sind der AfD-Experte Gareth Joswig, die Leiterin der Recherche, Anne Fromm, und der Parlamentarische Korrespondent Stefan Reinecke. Der Podcast ist auf der Website, bei Spotify, Deezer und iTunes verfügbar.

Die gemischten Ergebnisse der AfD zeigen eine Kluft zwischen ihrer bundesweiten Umfrage-Stärke und den Schwierigkeiten bei Kommunalwahlen. Zwar bleibt die Partei in ostdeutschen Landesumfragen dominant, doch gelingt es ihren Kandidaten nicht, diese Unterstützung in flächendeckende lokale Erfolge umzumünzen. Dass die CDU wichtige Sitze halten konnte, deutet darauf hin, dass der AfD-Vormarsch in einigen Regionen auf Widerstand stößt.

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