Zweifel an offiziellen Angaben: Wie der Buckelwal wirklich starb
Interne Unterlagen des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern werfen Fragen zur offiziellen Darstellung über einen toten Buckelwal auf. Die Dokumente stellen die Aussagen von Umweltminister Till Backhaus infrage, der zuvor über das Schicksal des Tieres berichtet hatte. Der Buckelwal war am 2. Mai nach der Übermittlung von Bewegungsdaten durch eine private Initiative freigelassen worden. Die Aufzeichnungen zeigten, dass sich das Tier innerhalb der ersten vier Stunden 215 Kilometer auf geradem Weg fortbewegt hatte.
Experten des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) hatten die Ortungsdaten jedoch nicht selbst abgerufen. Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, bestätigte zwar die Bewegung des Wals, nicht aber die von Backhaus behaupteten mehrtägigen Tauchphasen. Zudem belegen die verfügbaren Daten keine längeren Überlebensphasen oder spezifischen Tauchmuster, wie sie der Minister beschrieben hatte. Die internen Unterlagen des Ministeriums deuten darauf hin, dass die offiziellen Angaben zu den Bewegungen und dem Zustand des Buckelwals nicht vollständig mit den vorliegenden Daten übereinstimmen. Die Diskrepanz zwischen den Aussagen und den tatsächlichen Aufzeichnungen wirft weitere Fragen über die Transparenz der Informationen auf.






