Zoll beschlagnahmt 184 undeklarierte Autos – von Traktoren bis Lamborghinis
Lotta BrandtZoll beschlagnahmt 184 undeklarierte Autos – von Traktoren bis Lamborghinis
Zollbeamte in Ulm beschlagnahmten im vergangenen Jahr 184 Fahrzeuge wegen undeklarierter Einfuhren aus Drittländern. Die Kontrollen konzentrierten sich vor allem auf die Umgebung des Pfändertunnels an der Autobahn A96. Der Großteil der sichergestellten Autos, Motorräder und Traktoren war ohne die erforderlichen Papiere aus der Schweiz eingeschmuggelt worden.
Die beschlagnahmten Fahrzeuge reichten von Traktoren im Wert von 1.500 Euro bis hin zu Lamborghinis für 60.000 Euro, wobei viele von ihnen für Osteuropa bestimmt waren. In etwa einem Viertel der Fälle wurden Strafen in Höhe von insgesamt 40.000 Euro verhängt, während die übrigen Verfahren noch laufen. Zudem trieben die Behörden durch die Beschlagnahmungen fast 350.000 Euro an ausstehenden Zöllen und Abgaben ein.
Nach EU-Recht müssen bei der Einfuhr eines Personenkraftwagens aus einem Nicht-EU-Land sofort 10 Prozent Zoll sowie 19 Prozent Mehrwertsteuer entrichtet werden. Wer diesen Prozess umgeht, riskiert die Beschlagnahmung des Fahrzeugs und mögliche Anklagen wegen Steuerhinterziehung. Die genauen Zahlen zu den Ulm-Beschlagnahmungen im Jahr 2023 wurden nicht veröffentlicht, da die deutschen Zollberichte keine standortspezifischen Details enthalten.
Die Aktion unterstreicht die Risiken, die mit der Umgehung von Einfuhrbestimmungen beim Verbringen von Fahrzeugen in die EU verbunden sind. Betroffene müssen mit Bußgeldern, Nachzahlungen und möglichen juristischen Konsequenzen rechnen. Die Zollbehörden überwachen weiterhin Routen wie die A96, um nicht deklarierte Lieferungen aufzuspüren.






