Wolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – droht das Aus für den Kulturbetrieb?
Paul MüllerWolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – droht das Aus für den Kulturbetrieb?
Gerüchte machen die Runde, dass die Wolters Brauerei vor dem Aus stehen könnte. Das Unternehmen hat offiziell Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren beantragt – eine Entwicklung, die Sorgen um seine Zukunft schürt. Die Stadtverwaltung zeigt sich zwar vorsichtig optimistisch, betont aber, dass die Brauerei ein zentraler Bestandteil der kulinarischen Kultur der Region sei.
Die Wolters Brauerei hat den Schritt in die Eigenverwaltung eingeleitet. Die Stadt ist zwar nicht formal in die Umstrukturierung eingebunden, steht jedoch in engem Austausch mit der Unternehmensführung. Bald könnten auch regionale Akteure in die Gespräche einbezogen werden.
Die CDU-Fraktion im Stadtrat plant, einen Eilantrag zur Einrichtung einer Taskforce einzubringen. Diese soll die Brauereiführung, den Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie Spitzenvertreter der großen Ratsfraktionen zusammenbringen. Damit Gespräche am Runden Tisch erfolgreich sein können, braucht die Stadt jedoch zunächst die Ergebnisse der Insolvenzverhandlungen und eine klare Strategie seitens der Brauerei.
Die Handlungsmöglichkeiten der Stadt sind durch Wettbewerbs- und Beihilferecht begrenzt. Diese Vorschriften schränken kommunale Unterstützung in finanziellen Krisen privater Unternehmen ein. Die Verwaltung beobachtet die Lage daher weiter genau – stets im Rahmen der rechtlichen Vorgaben.
