WM-Partys bis nach Mitternacht: Deutschland lockert Lärmregeln für Public Viewing
Lotta BrandtWM-Partys bis nach Mitternacht: Deutschland lockert Lärmregeln für Public Viewing
Deutschland hat die Lärmvorschriften gelockert, um spätabendliche Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Sommer zu ermöglichen. Das Kabinett verabschiedete eine vorübergehende Verordnung, die Ausnahmen von den Ruhezeiten zwischen dem 11. Juni und dem 19. Juli zulässt. Dadurch können Städte Public-Viewing-Veranstaltungen für Spiele organisieren, die nach 22 Uhr beginnen.
Die neue Regelung gibt den lokalen Behörden mehr Spielraum, um Fußballfeiern und nächtliche Ruhe in Einklang zu bringen. Sie müssen nun abwägen, ob das öffentliche Interesse an den Spielen die Belange des Lärmschutzes überwiegt.
Mehrere Veranstaltungsorte haben bereits Pläne für Live-Übertragungen bekannt gegeben. In Braunschweig wird die Location Schön & Fröhlich die Gruppenspiele Deutschlands ausrichten – mit Platz für über tausend Fans. Auch der BV Germania Wolfenbüttel öffnet am 20. Juni seine Tore für das Spiel gegen die Elfenbeinküste, das um 22 Uhr angepfiffen wird.
Von Deutschlands drei Gruppenspielen beginnen zwei erst um 22 Uhr. Bei diesem Turnier gibt es ungewöhnlich viele Spätspiele, mit Anpfiffzeiten um 21 Uhr, 22 Uhr, Mitternacht und sogar um 3 Uhr morgens Ortszeit.
Während kleinere Städte wie Herten, Bad Säckingen und Weinstadt-Strümpfelbach bereits Public-Viewing-Standorte bestätigt haben, wurden für große öffentliche Plätze noch keine großflächigen Veranstaltungen angekündigt. Berlin bietet jedoch Übertragungen an Orten wie dem BRLO Brwhouse und dem Naumanns Biergarten an.
Die gelockerten Lärmregeln gelten bis zum WM-Finale am 19. Juli. Städte können nun spätabendliche Public-Viewing-Veranstaltungen genehmigen, wobei die Entscheidungen von der lokalen Nachfrage und Lärmschutzaspekten abhängen. Fans dürfen in den kommenden Wochen mit weiteren Ankündigungen von Veranstaltungsorten rechnen.






