Wladiwostok stoppt umstrittene Bebauungspläne nach massivem Bürgerprotest
Ida SchmitzWladiwostok stoppt umstrittene Bebauungspläne nach massivem Bürgerprotest
Die Stadtverwaltung von Wladiwostok hat die geplanten Änderungen am Bebauungsplan für das Gebiet in der Nähe der Nekrassowski-Gasse 17 gestoppt. Diese Entscheidung folgt massivem öffentlichen Widerstand gegen das Vorhaben, das eine umfassende Neugestaltung des Areals vorsah. Die Ablehnung stützt sich auf eine öffentliche Anhörung am 1. Juni sowie die am 9. Juni veröffentlichten Ergebnisse. Bei den Bürgerbefragungen sprach sich nur eine Person für das Projekt aus, während 321 Teilnehmer es ablehnten. Anwohner äußerten Bedenken wegen überlasteter Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur, Brandrisiken sowie fehlender Schulen, Kindergärten und Alltagsdienstleistungen.
Das ursprüngliche Vorhaben sah vor, bis 2040 alte Wohnhäuser und Garagengenossenschaften durch Hochhäuser, ein Hotel mit 200 Zimmern, Büros sowie einen Museumstheater-Komplex zu ersetzen. Die Arbeiten sollten in vier Phasen erfolgen – die erste bis 2026, die letzte bis 2040. Der Bau des Museums- und Theater-Bildungskomplexes (MiTOK) hatte bereits begonnen und war bis Januar 2026 zu 41,5 Prozent fertiggestellt.
Mit der Ablehnung stoppt die Stadtverwaltung die geplanten Änderungen der raumordnerischen Unterlagen. Während der MiTOK-Komplex weitergebaut wird, kommt die umfassende Neugestaltung des Gebiets nicht wie ursprünglich vorgesehen zustande. Der stellvertretende Stadtverwalter Andrei Suchow wurde mit der Umsetzung der Entscheidung beauftragt. Die Entscheidung der Stadtverwaltung bedeutet, dass die geplanten Hochhäuser und weiteren Neubauten vorerst nicht realisiert werden. Der bereits begonnene Bau des MiTOK-Komplexes wird jedoch fortgesetzt, während die anderen Vorhaben vorläufig auf Eis liegen.
