17 March 2026, 02:08

Wie Städte junge Menschen mit Jugendparlamenten und partizipativen Haushalten einbinden

Gruppe von Menschen auf einer Bühne mit Blumensträußen und Urkunden, vor einem "Youth Solar Awards 2019"-Hintergrund.

Wie Städte junge Menschen mit Jugendparlamenten und partizipativen Haushalten einbinden

In ganz Deutschland finden Städte und Gemeinden neue Wege, um junge Menschen in lokale Entscheidungen einzubinden. Von partizipativen Haushalten bis hin zu Jugendparlamenten zielen die Initiativen darauf ab, ihnen eine echte Stimme zu geben. Gleichzeitig gehen diese Projekte größere Herausforderungen an – etwa die Bindung junger Einwohner in ländlichen Regionen oder die Prävention von Extremismus durch aktive Teilhabe.

In Baden-Württemberg hat sich das Programm "Jugend bewegt" seit seinem Start 2012 in über 200 Kommunen etabliert. Unterstützt von der Jugendstiftung Baden-Württemberg, hilft die Initiative Städten und Gemeinden, Jugendparlamente, partizipative Haushalte und lokale Projekte aufzubauen. Dieter Krone, Bürgermeister von Kulmbach, sieht direkte Vorteile: Wenn junge Menschen über eigene Mittel verfügen können, werde die Arbeit von Jugendräten deutlich wirksamer.

In Kulmbach beginnt die hiesige "Zukunftswerkstatt" mit einem persönlichen Brief des Bürgermeisters, gefolgt von einer dreistündigen Abendveranstaltung. Ziel ist es, aus Ideen konkrete Maßnahmen zu entwickeln – und so die Zukunft der Gemeinde gemeinsam mit jungen Einwohnern zu gestalten. In Niedersachsen wiederum gibt es in Lingen bereits seit über 20 Jahren ein Jugendparlament. Dessen Fokus auf Verkehrssicherheit und Radinfrastruktur zeigt, wie langfristiges Engagement sichtbare Ergebnisse bringen kann.

Viele ländliche Regionen tun sich zwar noch schwer, junge Menschen dauerhaft einzubinden. Doch Erfolgsgeschichten wie diese beweisen: Strukturierte Beteiligungsformate – ob durch Budgets, Workshops oder Räte – können einen Unterschied machen. Über die Politik hinaus vermitteln sie praktische Demokratieerfahrung und wirken Extremismus entgegen, indem sie Inklusion fördern.

Die Bestrebungen, Jugendliche stärker einzubinden, nehmen zu – Programme wie "Jugend bewegt" breiten sich in ganz Deutschland aus. Indem Kommunen jungen Menschen echten Einfluss auf lokale Entscheidungen geben, stärken sie die Demokratie und halten ihre Gemeinden lebendig. Die Ergebnisse – von sichereren Straßen bis hin zu engagierteren Bürgern – zeigen, warum sich diese Anstrengungen lohnen.

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