27 March 2026, 08:08

Wie private E-Autos das deutsche Stromnetz revolutionieren könnten

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebender Infrastruktur, Pflanzen und einer ├ťberquerung im Hintergrund bei bew├Âlktem Himmel.

Wie private E-Autos das deutsche Stromnetz revolutionieren könnten

Pilotprojekt in Deutschland zeigt, wie private Elektroautos das Stromnetz stabilisieren können

Ein Pilotprojekt in Deutschland hat demonstriert, wie private Elektrofahrzeuge zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen können. Über 700 batteriebetriebene Autos wurden in das Redispatch-System eingebunden und boten so Flexibilität bei Nachfragespitzen. Der Erfolg von OctoFlexBW deutet auf eine skalierbare Lösung hin, um Stromangebot und -nachfrage auszugleichen.

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Die TransnetBW und Octopus Energy arbeiteten im Rahmen der Initiative OctoFlexBW zusammen, um zu testen, wie Elektrofahrzeuge (E-Autos) das Netzmanagement unterstützen können. Durch die Verbindung der DA/RE-Plattform von TransnetBW mit dem KrakenFlex-System von Octopus Energy steuerte das Projekt die Ladevorgänge in Echtzeit. Fahrer legten ihr gewünschtes Ladelevel und den Fertigstellungszeitpunkt fest, während ein Aggregator die Ladezeiten anhand von Strompreisen und Netzbedingungen anpasste.

Am Versuch nahmen mehr als 700 private E-Autos teil, die täglich etwa zwei Megawattstunden an Flexibilität bereitstellten. Zwar ist diese Kapazität noch überschaubar, doch zeigte das Projekt, dass dezentrale Ressourcen nahtlos in bestehende Redispatch-Prozesse integriert werden können. Würde das System auf eine Million Fahrzeuge ausgeweitet, könnte es mehrere Gigawattstunden pro Tag liefern – genug, um einen Großteil des aktuellen Redispatch-Bedarfs in Deutschland zu decken.

Ein Folgeprojekt namens DataFleX erweitert nun das Modell. Es bindet über 5.000 zusätzliche Anlagen ein, darunter E-Autos, Wärmepumpen, Heimspeicher und Photovoltaik-Speichersysteme. Die kombinierte Leistung dieser Ressourcen übersteigt ein Megawatt, wobei durch Plattformen wie Energy Data-X und Catena-X zusätzlich sektorenübergreifende Datenaustausche integriert werden. Die Projektpartner setzen sich zudem für aktualisierte Redispatch-Regularien ein, um die dezentrale Flexibilität im Zuge der fortschreitenden Elektrifizierung besser nutzen zu können.

Das Pilotprojekt OctoFlexBW beweist, dass private E-Autos eine direkte Rolle bei der Netzstabilität spielen können. Mit der Initiative DataFleX wird der Ansatz nun auf tausende weitere Geräte ausgeweitet, um Flexibilität und Effizienz zu steigern. Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial dezentraler Energieressourcen für den Umbau des deutschen Stromsystems hin zu einer saubereren Energieversorgung.

Quelle