19 June 2026, 02:13

Weber lehnt Merz' Assoziierungsmodell für die Ukraine strikt ab

Weber fordert volle EU-Mitgliedschaft für die Ukraine

Weber lehnt Merz' Assoziierungsmodell für die Ukraine strikt ab

Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, hat seine Unterstützung für eine vollwertige EU-Mitgliedschaft der Ukraine bekräftigt. Er betont, das Land dürfe nicht als vorübergehender oder nachrangiger Partner behandelt werden. Die Debatte entzündet sich an einem Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz, der für Kiew einen Übergangsstatus als „assoziiertes Mitglied“ ins Spiel bringt.

Merz schlug vor, der Ukraine eine Rolle als „assoziiertes Mitglied“ anzubieten, während das Land auf die Vollmitgliedschaft hinarbeitet. In diesem Modell hätte die Ukraine engere Bindungen an die EU, jedoch keine Stimmrechte. Präsident Wolodymyr Selenskyj wies den Vorschlag als „ungerecht“ und inakzeptabel zurück.

Weber lehnt das Konzept der assoziierten Mitgliedschaft ab. Er besteht darauf, dass die vollwertige EU-Mitgliedschaft das klare und verbindliche Ziel für die Ukraine bleiben müsse. Seiner Ansicht nach würde eine Reduzierung der Diskussion auf finanzielle Kosten oder Übergangslösungen den Prozess untergraben.

Der EVP-Chef unterstrich zudem, dass die Integration der Ukraine der EU zugutekommen werde. Er beschrieb das Land als Bereicherung und nicht als Belastung und warnte davor, die Beitrittsdebatte rein ökonomisch zu führen.

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Der Weg der Ukraine in die EU bleibt ein umstrittenes Thema. Webers Haltung hält die Vollmitgliedschaft als vorrangiges Ziel fest. Selenskyjs Ablehnung des Assoziierungsmodells signalisiert Kiews Entschlossenheit, einen gleichberechtigten Status innerhalb der Union zu erlangen.

Quelle