05 June 2026, 19:33

Weber fordert CSU-Kurswechsel: "Wir brauchen eine mutige Zukunftsvision"

Weber drängt CSU zur Neuausrichtung

Weber fordert CSU-Kurswechsel: "Wir brauchen eine mutige Zukunftsvision"

Manfred Weber, stellvertretender Vorsitzender der CSU und Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), fordert einen grundlegenden Kurswechsel in seiner Partei. Sein Argument: Die CSU dürfe sich nicht damit begnügen, Probleme zu verwalten – sie müsse eine mutige Zukunftsvision vorlegen. Die Forderung kommt zu einer Zeit, in der die Partei wachsenden Herausforderungen durch die rechtspopulistische AfD gegenübersteht und bei jüngsten Kommunalwahlen gemischte Ergebnisse erzielte.

Weber betont, dass es ihm nicht darum gehe, Markus Söder als CSU-Vorsitzenden zu ersetzen. Vielmehr wolle er eine grundsätzliche Debatte über die Ausrichtung der Partei anstoßen. Als entscheidende Wegmarken nennt er die anstehende Landtagswahl in Bayern, die Bundestagswahl sowie die Europawahlen 2028/2029 – Momente, die nicht nur für die CSU, sondern für die Demokratie insgesamt von zentraler Bedeutung seien.

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Seine Kritik an den „leider durchwachsenen“ Ergebnissen der CSU bei den Kommunalwahlen unterstreicht seine Bedenken gegenüber dem aktuellen Kurs der Partei. Weber warnt, dass gute Regierungsarbeit allein nicht ausreiche, um den Aufstieg der AfD zu stoppen. Vielmehr müssten die etablierten Parteien mit echter Leidenschaft für Inhalte stehen.

Als Beispiel verweist er auf Theo Waigel, den früheren CSU-Chef, der sich vehement für die Einführung des Euro einsetzte. Eine solche zielstrebige und zukunftsorientierte Führungskraft brauche die Partei heute, so Weber. Sein Drängen auf Neuausrichtung setzt Söder zunehmend unter Zugzwang, eine Antwort zu finden.

Webers Ruf nach Veränderung kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die CSU. Angesichts der bevorstehenden Wahlen steht die Partei vor der Wahl: am bisherigen Kurs festhalten oder eine ambitioniertere Vision verfolgen. Seine Herausforderung wird es nun sein, aus der Debatte Taten werden zu lassen, bevor die Wähler an die Urnen treten.

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