03 March 2026, 03:59

Wahl-Dilemma in Ostdeutschland: CDU blockiert Koalitionen mit AfD und Linker

Ein deutscher Propagandaplakat für die Nazi-Partei, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt, mit Text, der Informationen über die Partei enthält.

Spahn: Es wird nicht besser mit Reichinnek als mit Honecker - Wahl-Dilemma in Ostdeutschland: CDU blockiert Koalitionen mit AfD und Linker

Bevorstehende Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt könnten etablierte Parteien ohne regierungsfähige Mehrheit zurücklassen. Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass weder CDU, SPD, Grüne noch FDP genug Stimmen für eine Koalition erhalten werden – es sei denn, sie arbeiten mit der rechtspopulistischen AfD oder der Linken zusammen. Beide Optionen gelten jedoch vorerst als ausgeschlossen.

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Die Haltung der CDU zu diesen Parteien geht auf das Jahr 2018 zurück. Damals beschlossen die Delegierten auf dem Parteitag offiziell, jede Zusammenarbeit mit der AfD oder der Linken auszuschließen. Diese Linie gilt bis heute.

Der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Jens Spahn hat diese Position jüngst bekräftigt. Er bezeichnete die AfD als "völlig orientierungslos" und verwies auf deren Verbindungen nach Russland sowie Vorwürfe der Vetternwirtschaft bei Personalentscheidungen. Auch die Linke kritisierte Spahn scharf: Er warf ihr vor, antisemitische Tendenzen zu dulden und sozialistische Politik zu betreiben.

Die Berliner Linke reagierte mit scharfen Angriffen auf Spahns Äußerungen. Sie bezeichnete ihn als "bizarre Mischung aus alter SED und neuem Hamas" und griff zudem die CDU-Politikerin Heidi Reichinnek persönlich an. Unterdessen verlieren die gemäßigteren Parteien in beiden Bundesländern an Zustimmung, während der Einfluss der AfD wächst.

Mit Blick auf die Wahlen 2026 wird nach Lösungen gesucht. Eine Idee sieht eine engere Abstimmung der demokratischen Mitteparteien vor, um die AfD auszuschließen. Doch die CDU hält an ihrer "Brandmauer"-Strategie fest. CDU-Chef Friedrich Merz deutete zwar an, dass eine Zusammenarbeit von CDU und SPD nötig werden könnte – eine konkrete Strategie für die Zeit nach der Wahl gibt es jedoch noch nicht.

Die politische Lage in beiden Ländern bleibt ungewiss. Ohne AfD oder Linke zeigt sich in den Umfragen kein klarer Weg zu einer stabilen Mehrheit. Die Weigerung der CDU, mit einer der beiden Parteien zu kooperieren, wirft die Frage auf, wie nach der Wahl überhaupt eine regierungsfähige Koalition zustande kommen soll.