23 March 2026, 06:09

Wacker Chemie schreibt 2025 rote Zahlen und streicht tausend Jobs

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung angibt.

Wacker Chemie schreibt 2025 rote Zahlen und streicht tausend Jobs

Wacker Chemie verzeichnet ein schwieriges Jahr 2025 mit deutlichen Rückgängen bei Umsatz und Gewinnen

Wacker Chemie hat für das Jahr 2025 ein herausforderndes Geschäftsergebnis gemeldet: Sowohl Umsatz als auch Gewinne sind stark eingebrochen. Das Unternehmen verbuchte einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro, verursacht durch Sonderbelastungen, Wertberichtigungen und anhaltende wirtschaftliche Druckfaktoren. Trotz der Krise bleibt Wacker Chemie jedoch weltweit führend in Schlüsselmärkten wie Halbleiter-Polysilizium.

Der Gesamtumsatz des Konzerns sank 2025 um 4 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) brach sogar um 43 Prozent auf 427 Millionen Euro ein. Als Gründe nannte das Unternehmen geringere Absatzmengen, gesunkene Preise, nicht ausgelastete Produktionskapazitäten sowie weiterhin hohe Energiekosten in Deutschland.

Als Reaktion startete Wacker Chemie im Oktober 2025 sein bisher größtes Sparprogramm mit dem Namen PACE. Ziel der Initiative ist es, die jährlichen Kosten in Produktion und Verwaltung um mehr als 300 Millionen Euro zu senken. Im Rahmen des Plans sollen weltweit über 1.500 Arbeitsplätze abgebaut werden, wobei der Großteil der Stellenstreichungen auf deutsche Standorte entfällt.

Trotz der finanziellen Schwierigkeiten behauptete das Unternehmen seine Position als weltweiter Marktführer für Polysilizium in der Halbleiterindustrie. Eine neue Reinigungsanlage am Standort Burghausen steigert die Kapazität für hochreines Halbleiter-Polysilizium um über 50 Prozent – ein Ausbau, der Wacker Chemie 2025 vor Konkurrenten wie OCI, Hemlock Semiconductor und Daqo New Energy platziert.

Für das erste Quartal 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 1,35 Milliarden Euro, was unter dem Vorjahreswert liegt – bedingt durch negative Währungseffekte. Für das gesamte Jahr 2026 prognostiziert Wacker Chemie ein niedriges einstelliges Umsatzwachstum sowie ein EBITDA zwischen 550 Millionen und 700 Millionen Euro. Aufgrund des Nettoverlusts werden Vorstand und Aufsichtsrat auf der anstehenden Hauptversammlung voraussichtlich keine Dividende für 2025 vorschlagen.

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Langfristig setzt Wacker Chemie auf Spezialprodukte, Halbleitermärkte und biotechnologische Innovationen, um die profitables Wachstum wiederherzustellen.

Die Ergebnisse für 2025 spiegeln erhebliche finanzielle Belastungen wider, wobei Stellenabbau und Kostensenkungen bereits umgesetzt werden. Trotz anhaltender Herausforderungen deuten die Führungsposition im Halbleiter-Polysilizium und strategische Investitionen auf einen Fokus auf Erholung durch hochwertige Märkte hin. Die Aktionäre müssen für das Jahr 2025 auf eine Dividende verzichten, da das Unternehmen die Stabilisierung priorisiert.

Quelle