27 March 2026, 10:10

Vom Koch zum Hilfsarbeiter: Pawels harter Weg durch Deutschlands Schattenwirtschaft

Eine Europa-Karte mit der Aufschrift "European Values Study", die verschiedene Blautöne für die unterschiedlichen europäischen Werte zeigt und eine fette schwarze Schrift oben drauf hat.

Vom Koch zum Hilfsarbeiter: Pawels harter Weg durch Deutschlands Schattenwirtschaft

Pawel, ein 36-jähriger Koch aus Belarus, verließ seine Heimat nicht nur auf der Suche nach höheren Löhnen, sondern vor allem nach neuen Erfahrungen. Seine Reise führte ihn durch Deutschland, wo er in Lagern und auf Baustellen arbeitete, bis sein Visum ablief.

Sein erster Job im Ausland ergab sich über eine Instagram-Anzeige für ein Lager in der Nähe von Köln. Zusammen mit einem Freund reiste er mit dem Bus nach Warschau und setzte die Fahrt mit einem privaten Fahrer nach Deutschland fort. Im Lager begannen sie mit einem Stundenlohn von sieben Euro, der später auf acht Euro stieg. Trotz seiner kulinarischen Ausbildung nahm Pawel die Stelle an, um das Leben außerhalb von Belarus kennenzulernen.

Ihre monatlichen Verdienste lagen zwischen 1.100 und 1.300 Euro – doch die Lohnungleichheit war deutlich: Türkische Arbeiter im selben Lager verdienten mehr. Nach einiger Zeit zogen die beiden weiter nach Hamburg, wo sie als Hilfsarbeiter auf einer Baustelle unterkamen. Die Lebensbedingungen waren hart: Pawels Hostel war mit Bierflaschen übersät und von starkem Alkoholkonsum geprägt.

Ihr Aufenthalt in Deutschland endete mit dem Ablaufen ihrer Visa. Zwar gibt es keine genauen Zahlen zu Belarusen in Branchen wie Logistik oder Bau, doch offizielle Daten zeigen, dass 2024 rund 451.000 ausländische Staatsbürger eine deutsche Arbeitserlaubnis besaßen. Migranten aus Osteuropa sehen sich häufig mit Herausforderungen konfrontiert – von Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt über prekäre Beschäftigungsverhältnisse bis hin zu strengerer Kontrolle durch die Jobcenter.

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Pawels Zeit in Deutschland verdeutlichte sowohl die Chancen als auch die Härten für Arbeitsmigranten. Seine Erfahrungen spiegeln größere Probleme wie Lohnungerechtigkeit und prekäre Lebensumstände wider. Mit dem Auslaufen seines Visums endete seine Reise – seine nächsten Schritte bleiben ungewiss.

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