Virginia plant Milliarden-Haushalt mit Rechenzentrumsabgabe und Steuerentlastungen
Paul MüllerVirginia plant Milliarden-Haushalt mit Rechenzentrumsabgabe und Steuerentlastungen
Führende Mitglieder des Senats von Virginia haben einen neuen Haushaltsentwurf vorgelegt, der in den nächsten zwei Jahren rund 1,7 Milliarden Pfund einbringen soll. Der Plan sieht eine Abgabe auf Stromerzeugungsanlagen von Rechenzentren vor und umfasst Steuererstattungen, höhere Freibeträge sowie Gehaltserhöhungen für Lehrkräfte und Staatsangestellte. Die Frist für die Verabschiedung endet am 30. Juni, dem letzten Tag des Haushaltsjahres des Bundesstaats.
Die geplante Abgabe auf die Generatoren von Rechenzentren würde im Haushaltsjahr 2027 voraussichtlich etwa 582 Millionen Pfund einbringen. Bis zum Haushaltsjahr 2028 könnte sich dieser Betrag auf rund 1,16 Milliarden Pfund fast verdoppeln. Damit wird ein früherer Vorschlag ersetzt, der die Abschaffung der Umsatzsteuerbefreiung für die Branche vorsah.
Der Haushalt enthält zudem eine einmalige Steuerrückerstattung in Höhe von 100 Pfund für Einzelveranlagte und 200 Pfund für gemeinsam Veranlagte. Darüber hinaus werden der Grundfreibetrag erhöht und Mittel für Gehaltserhöhungen bereitgestellt. Weitere Fördergelder fließen in die allgemeine Schulbildung (K-12), das Gesundheitswesen, die Kinderbetreuung, den Wohnungsbau und Umweltprogramme.
Die aktualisierte Einnahmeprognose Virginias sieht für das Haushaltsjahr 2026 zusätzliche 585,5 Millionen Pfund vor. Für den Zweijahreszeitraum 2026–2028 werden weitere 922,6 Millionen Pfund erwartet. Trotz verhaltener Jobwachstumsraten und wirtschaftlicher Unsicherheit liegen die allgemeinen Steuereinnahmen derzeit 837 Millionen Pfund über den Prognosen.
Louise Lucas, Vorsitzende des Finanz- und Haushaltsausschusses des Senats, zeigt sich zuversichtlich, dass sich die Abgeordneten vor dem 30. Juni auf einen Haushalt einigen werden. Auch Finanzminister Mark Sickles teilt diesen Optimismus.
Ziel des Entwurfs ist es, die Finanzierung zentraler Bereiche zu sichern und gleichzeitig neue Einnahmequellen zu erschließen. Die Abgeordneten müssen den Haushalt vor Ablauf des Haushaltsjahres finalisieren. Bei einer Verabschiedung treten die Maßnahmen in den kommenden Haushaltsperioden in Kraft.






