03 May 2026, 07:01

US-Richterin lässt mutmaßlichen Mörder gegen 500-Dollar-Kaution frei – und löst Empörung aus

A suited man testifies at a Senate Judiciary Committee hearing, seated at a table with a nameplate, microphone, and water bottle, facing a wall.

US-Richterin lässt mutmaßlichen Mörder gegen 500-Dollar-Kaution frei – und löst Empörung aus

Ein Bundesrichter in den USA hat einen Mann auf Kaution freigelassen, der in der Dominikanischen Republik wegen Mordes gesucht wird. Die Entscheidung der Richterin Melissa DuBose sorgt für scharfe Kritik – insbesondere vonseiten des Heimatschutzministeriums (DHS), das ihr vorwirft, gewalttätige Straftäter zu begünstigen.

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Der 27-jährige Bryan Rafael Gomez war trotz eines internationalen Haftbefehls gegen eine Kaution von nur 500 Dollar entlassen worden. Die Behörden in seinem Heimatland hatten ihn zuvor wegen Totschlags zur Fahndung ausgeschrieben. Gomez war 2022 in die USA geflohen, nachdem er die Dominikanische Republik verlassen hatte. Er behauptete, um sein Leben zu fürchten, da sein Bruder erschossen worden sei. Vor Gericht gab er an, politisch verfolgt zu werden, und beantragte Asyl – eine Anhörung dazu war für den 16. April 2025 terminiert.

Richterin DuBose entschied, dass seine Inhaftierung durch den Immigration and Customs Enforcement (ICE) rechtswidrig gewesen sei und setzte eine Kautionsanhörung an. Dabei war ihr offenbar nicht bekannt, dass gegen Gomez ein internationaler Haftbefehl vorlag. Der stellvertretende Bundesstaatsanwalt Kevin Bolan bestätigte später, dass der ICE die Anweisung erteilt hatte, den gesuchten Status des Angeklagten nicht offenzulegen.

Inzwischen hat Gomez eine US-Bürgerin geheiratet, was seinen Aufenthaltsstatus vorerst absichert. Die kommissarische Assistenzministerin des DHS, Lauren Bis, griff DuBose daraufhin scharf an: Sie bezeichnete die Richterin als ‚aktivistisch‘ und warf ihr vor, die Freilassung gefährlicher Straftäter über die öffentliche Sicherheit zu stellen. Der Fall wirft Fragen zur Zusammenarbeit zwischen Justiz und Einwanderungsbehörden auf. Während Gomez weiterhin auf seine Asylanhörung wartet, bleibt unklar, ob die Dominikanische Republik ein Auslieferungsersuchen stellen wird. Die Kritik an der Entscheidung zeigt zudem, wie umstritten Kautionsregelungen bei international gesuchten Personen sind.

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