US-Gericht stoppt Kaliforniens umstrittene Richtlinien zur Geschlechtsidentität an Schulen
Ida SchmitzUS-Gericht stoppt Kaliforniens umstrittene Richtlinien zur Geschlechtsidentität an Schulen
Der Oberste Gerichtshof der USA hat eine weitreichende Entscheidung in einem Streit um die Geschlechtsidentität von Schülern in Kalifornien getroffen. Das Gericht bestätigte eine einstweilige Verfügung, die den Bundesstaat daran hindert, seine umstrittenen Richtlinien gegen den Willen der Eltern durchzusetzen.
Die Klage war 2023 von zwei Lehrkräften aus dem Escondido-Union-Schulbezirk eingereicht worden. Sie argumentierten, dass die Vorschriften sowohl die Rechte der Eltern als auch ihre eigenen religiösen Überzeugungen verletzten. Die kalifornischen Richtlinien sahen vor, dass Schulmitarbeiter die geschlechtliche Selbstdarstellung von Schülern vor den Eltern geheim halten müssen – selbst wenn diese explizit danach fragen. Bundesrichter Roger Benitez hatte bereits zuvor eine einstweilige Verfügung erlassen, die die Umsetzung dieser Regelungen blockierte. Diese Verfügung bleibt nun in Kraft, nachdem der Oberste Gerichtshof ein gegenteiliges Urteil des Neunten Berufungsgerichts aufgehoben hat.
Das höchste Gericht der USA stellte klar, dass die elterlichen Rechte in dieser Angelegenheit Vorrang vor der staatlichen Autorität haben. Zudem erklärte es den Ansatz des Bundesstaates mit hoher Wahrscheinlichkeit für verfassungswidrig. Als Konsequenz muss Kalifornien nun die Mehrheit der Anwaltskosten der Kläger tragen, die sich auf Millionen belaufen.
Die Entscheidung unterstreicht die Position der klagenden Eltern und Lehrkräfte, die sich gegen die Geheimhaltungspolitik zur Geschlechtsidentität ihrer Kinder bzw. Schüler aussprachen. Sie sahen darin einen unzulässigen Eingriff in die Erziehungsrechte und persönliche Überzeugungen. Mit dem Urteil wird Kalifornien daran gehindert, seine umstrittenen Richtlinien zur Geschlechtsidentität an Schulen weiter durchzusetzen. Gleichzeitig trägt der Bundesstaat nun die finanziellen Folgen des Rechtsstreits, was die Bedeutung der Entscheidung für ähnliche Fälle in Zukunft unterstreicht. Die Kläger erhalten damit nicht nur rechtliche Bestätigung, sondern auch eine Entlastung von den entstandenen Prozesskosten.
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