Ukrainische Delegation erkundet nachhaltige Lösungen in Ulm und Neu-Ulm
Paul MüllerUkrainische Delegation erkundet nachhaltige Lösungen in Ulm und Neu-Ulm
Eine Delegation aus Bilhorod-Dnistrowskyj besuchte vom 26. bis 29. Januar 2026 Ulm und Neu-Ulm, um nachhaltige Infrastrukturlösungen zu erkunden. Im Mittelpunkt der Reise standen Wasserwirtschaft, Energieversorgung, Abfallmanagement und Fernwärme – organisiert von der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO). Beide Städte unterstützen Bilhorod-Dnistrowskyj seit Beginn des russischen Krieges, wobei der Fokus von der Nothilfe hin zu langfristiger Zusammenarbeit gewandert ist.
Während des Besuchs informierte sich die Delegation an zentralen Standorten, darunter Müllverbrennungsanlagen, Biomassekraftwerke und Fernwärmenetze. Zudem wurden Kläranlagen und Wasserkraftwerke begutachtet. Die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm demonstrierten, wie Wasserkraftanlagen Energie erzeugen und Trinkwasser aufbereiten, während die Entsorgungs-Betriebe Ulm (EBU) Einblicke in die Abfall- und Kanalnetzbewirtschaftung gaben.
Ziel des Austauschs war der Wissenstransfer zu effizienter Ressourcennutzung, insbesondere in den Bereichen Wasser, Energie, Abfall und Wärmetechnik. Als Teil der Kooperation wurden drei Gelenkbusse, die mit Unterstützung der Voith GmbH & Co. KGaA und der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm generalüberholt wurden, an Bilhorod-Dnistrowskyj übergeben.
Neben den fachlichen Besichtigungen traf die Delegation mit lokalen Initiativen, Vertretern der ukrainischen Diaspora und politischen Führungskräften zusammen. Diese Gespräche dienten der Vertiefung der Beziehungen und der Identifizierung künftiger Projekte. Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger betonte die Widerstandsfähigkeit der Partnerschaft, während ihr Amtskollege Martin Ansbacher den Einsatz Bilhorod-Dnistrowskyjs und die gegenseitige Wertschätzung der Städte lobte.
Der Besuch festigte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Bilhorod-Dnistrowskyj und den Partnerstädten Ulm/Neu-Ulm. Praktisches Wissen zu nachhaltiger Infrastruktur wurde ausgetauscht, und drei aufbereitete Busse wurden übergeben. Die Partnerschaft entwickelt sich weiter – von der Kriegsolidarität hin zu strukturierter, langfristiger Entwicklungszusammenarbeit.






