06 May 2026, 07:39

Trump greift NATO an: "USA zahlen seit Jahren die Zeche" – und droht mit Forderungen nach fünf Prozent

Karte veranschaulicht die Erweiterung von NATO von 1949 bis heute, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr des Beitritts unterteilt sind.

Trump greift NATO an: "USA zahlen seit Jahren die Zeche" – und droht mit Forderungen nach fünf Prozent

Ehemaliger US-Präsident Donald Trump hat die NATO erneut scharf kritisiert und ihren Nutzen für die USA infrage gestellt. Seine jüngsten Äußerungen erfolgten nur einen Tag, nachdem das Weiße Haus mögliche militärische Maßnahmen in Bezug auf Grönland, ein dänisches Autonomiegebiet, angedeutet hatte. Trump wiederholte dabei seine Behauptung, die USA trügen eine viel zu große finanzielle Last innerhalb des Bündnisses.

Trump argumentierte, die NATO-Partner hätten ihren fairen Beitrag zur gemeinsamen Verteidigung nicht erbracht. Er beharrte darauf, die USA hätten jahrelang „die Zeche gezahlt“. Seine Kritik richtete sich zudem gegen eine angebliche Fehlsteuerung des Bündnisses und dessen mangelnde Entschlossenheit in Sicherheitsfragen.

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Darüber hinaus forderte er strengere Ausgabenregeln. Während das aktuelle NATO-Ziel bei zwei Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung liegt, verlangte Trump von den Mitgliedern eine Verpflichtung zu fünf Prozent. Trotz seiner scharfen Kritik betonte er, die USA würden die NATO auch dann weiter unterstützen, wenn die Partner die Erwartungen nicht erfüllten.

Der ehemalige Präsident ging noch einen Schritt weiter und behauptete, weder Russland noch China fürchteten die NATO als solche – wohl aber die USA, und zwar aufgrund der von seiner Regierung vorangetriebenen militärischen Aufrüstung. Seine Aussagen folgten auf eine Andeutung des Weißen Hauses, militärische Gewalt zur Annexion Grönlands einsetzen zu können – ein autonomes Territorium unter dänischer Hoheit und damit eines Schlüssellands innerhalb der NATO.

Trumps Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Spannungen um die Finanzierung und den Zweck der NATO. Seine Forderung nach höheren Verteidigungsausgaben und seine Zweifel an der Verbündeten-Unterstützung spiegeln langjährige US-Bedenken wider. Die zeitliche Nähe zur Grönland-Erklärung wirft zusätzliche Fragen über die künftige Rolle Amerikas im Bündnis auf.

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