Touadéra gewinnt erste Runde der Präsidentschaftswahl mit 76 Prozent klar
Paul MüllerTouadéra gewinnt erste Runde der Präsidentschaftswahl mit 76 Prozent klar
Präsident Faustin-Archange Touadéra hat die erste Runde der Präsidentschaftswahl in der Zentralafrikanischen Republik mit einer deutlichen Mehrheit gewonnen. Offizielle Ergebnisse zeigen, dass er 76,15 Prozent der Stimmen erhielt – weit vor seinem stärksten Konkurrenten. Die Wahl fand unter anhaltenden Sicherheitsbedenken und Boykottaufrufen seitens der Opposition statt.
Touadéra, der seit 2016 an der Macht ist, setzte sich mit 76,15 Prozent der abgegebenen Stimmen klar durch. Sein nächster Herausforderer, Anicet Georges Dologuélé, kam lediglich auf 14,66 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,42 Prozent und spiegelte eine unterschiedlich starke Mobilisierung im Land wider.
Vor der Abstimmung hatte die Regierung Abkommen mit Rebellengruppen geschlossen, um die Gewalt einzudämmen und den Wahlprozess zu stabilisieren. Trotz dieser Bemühungen blieb die Sicherheitslage prekär, was Zweifel an der Fairness der Wahl aufkommen ließ.
Dologuélé kritisierte im Nachhinein angebliche Unregelmäßigkeiten und kündigte an, gegen das Ergebnis Berufung einlegen zu wollen. Mehrere Oppositionsparteien hatten die Wähler zuvor zum Wahlboykott aufgerufen. Sollte Touadéras Sieg bestätigt werden, könnte er eine dritte Amtszeit anstreben – möglich gemacht durch ein Referendum im Jahr 2023, das die Amtszeitbegrenzung aufhob.
Die Wahlergebnisse ebnen Touadéra den Weg für eine weitere Amtszeit, sofern keine rechtlichen Einsprüche erfolgreich sind. Seine Regierung steht nun vor der Herausforderung, die Sicherheitsprobleme und politischen Spannungen im Land zu bewältigen. Gleichzeitig wirft das Ergebnis Fragen zur künftigen Teilnahme der Opposition an Wahlen auf.






