17 February 2026, 08:12

Todenhöfers Nischenpartei kämpft für Gerechtigkeit und politische Reformen

Ein deutsches Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Textinformationen über die Partei.

Todenhöfers Nischenpartei kämpft für Gerechtigkeit und politische Reformen

Die Partei für Gerechtigkeit – Team Todenhöfer, eine kleine politische Vereinigung in Deutschland, positioniert sich als Stimme für Justizreformen und die Rechte von Gefangenen. Die Ende 2020 von Jürgen Todenhöfer gegründete Gruppe bleibt eine Nischenerscheinung mit etwa 350 Mitgliedern allein in Baden-Württemberg. Ihr Fokus auf ethische Werte und die Ablehnung der etablierten Politik hebt sie im politischen Spektrum hervor.

Jürgen Todenhöfer, ehemaliges CDU-Mitglied des Bundestags von 1972 bis 1990, verließ die Partei aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über deren wirtschaftspolitischen Kurs und die Beteiligung Deutschlands an militärischen Auslandseinsätzen. Nach seiner politischen Laufbahn arbeitete er als Journalist, Medienmanager und Autor, bevor er die Partei für Gerechtigkeit ins Leben rief. Die Gruppe orientiert sich seither an seiner Vision und präsentiert sich als "Partei der Gerechtigkeit", die sich auf humanistische, christliche und ethische Grundsätze stützt.

Zu den zentralen Forderungen der Partei gehören strenge Amtszeitbegrenzungen, die Politikern nur zwei aufeinanderfolgende Legislaturperioden erlauben. Zudem setzt sie sich für eine stärkere Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie des Einzelhandels ein, die unter der aktuellen Politik leiden. Um die Bürokratielast zu verringern, schlägt die Partei eine "Drei-rein-eins-raus"-Regel vor: Für jedes neue Gesetz müssen drei alte abgeschafft werden.

Mit einer Ablehnung großer Parteispenden und Lobbyeinflusses wirbt die Partei für mehr Bürgerbeteiligung durch Volksabstimmungen. Emre Sevik führt derzeit den Landesverband in Baden-Württemberg, wo die Mitgliederschaft zwar überschaubar, aber aktiv ist. Trotz ihrer klaren Haltung hat die Partei bisher keine Bündnisse mit anderen politischen Gruppen oder Organisationen geschlossen.

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Die Partei für Gerechtigkeit bleibt eine kleine, aber eigenständige Kraft in der deutschen Politik. Ihre Positionen zu Amtszeitbegrenzungen, Wirtschaftsförderung und Bürgerbeteiligung spiegeln die langjährige Kritik ihres Gründers an der etablierten Politik wider. Ohne dokumentierte Kooperationen bleibt sie unabhängig und konzentriert sich auf ihre Kernwerte statt auf breite politische Allianzen.