09 May 2026, 14:35

"The Wheelie Show": Wie Rollschuhe und Rollstühle die Bühne revolutionieren

Bronze plaque with the inscription "Exposition Universielle et Internationale de Bruxelles 1910" in bold font, surrounded by a decorative border, with a glossy finish.

"The Wheelie Show": Wie Rollschuhe und Rollstühle die Bühne revolutionieren

Was als einfacher Tanzkurs auf einer Hamburger Rollschuhbahn begann, hat sich zu einem außergewöhnlichen Bühnenspektakel entwickelt. The Wheelie Show verbindet Rollschuhe, Rollstühle und Alltagsgegenstände zu einer dynamischen Performance, die traditionelle Vorstellungen von Bewegung und Fähigkeit herausfordert – und das mit einem inklusiven Ensemble aus Tänzer:innen mit und ohne Behinderungen. Ursprünglich trug das Projekt den Namen Rolling Good Times und fand als offener Tanzkurs auf einer öffentlichen Rollschuhbahn in Hamburg statt. Doch aus dieser Idee entstand durch sechsmonatige gemeinsame Experimente und kreative Zusammenarbeit eine komplexe Bühnenproduktion. Heute gleitet dort die Hälfte des Ensembles auf Rollschuhen dahin, während die andere Hälfte sich in Rollstühlen bewegt – oft verbunden durch innovative Hebefiguren, bei denen Rollschuhläufer:innen sogar auf Rollstühlen balancieren.

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Die Choreografie der Show verflicht bewusst ruhige, fast meditative Momente mit plötzlichen Ausbrüchen hektischer Energie. Dabei werden nicht nur Rollschuhe und Rollstühle, sondern auch alltägliche Gegenstände wie Koffer, Tretroller oder Skateboards in die Bewegung einbezogen. Diese Objekte erweitern das zentrale Thema der Aufführung: eine Erforschung von Tempo und Stille im modernen Leben.

The Wheelie Show stellt dabei grundsätzliche Fragen. Etwa danach, wann Menschen in einer immer schnelleren Welt tatsächlich innehalten – und wer überhaupt über die Fähigkeit zur Bewegung entscheidet. Die Performance bricht bewusst mit Erwartungen und schafft so ein energiegeladenes, zugleich poetisches Erlebnis. Mit ihrer Mischung aus Akrobatik, Tanz und gesellschaftlicher Reflexion setzt The Wheelie Show neue Maßstäbe für inklusive Kunst. Das Stück beweist, dass Bewegung in all ihren Formen – ob auf Rädern, Rollen oder im Stillstand – eine universelle Sprache sein kann, die Grenzen überwinden kann.

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