Temporeiche Opéra-buffa-Neuinszenierung begeistert mit Akrobatik und Gesangskunst
Ida SchmitzTemporeiche Opéra-buffa-Neuinszenierung begeistert mit Akrobatik und Gesangskunst
Eine Opéra buffa aus dem 19. Jahrhundert begeistert mit ihrer temporeichen Neuinszenierung das Publikum
Die Aufführung, die im fiktiven Hotel Goldene Lilie spielt, vereint Komik, akrobatische Einlagen und gesangliche Brillanz – und erntete bei der jüngsten Produktion stehende Ovationen.
Ursprünglich 1825 zur Krönung von König Karl X. komponiert, spielt die Oper in den französischen Provinzen und erzählt von den Eskapaden hochwohlgeborener Gäste in einem prunkvollen Hotel. Die Handlung entfaltet sich auf einer detailreichen Bühne mit Foyer, Flur und Speisesaal, entworfen von Rufus Didwiszus.
Auf der Bühne meistern 14 Sänger:innen eine anspruchsvolle Partitur, die Ausdauer und Beweglichkeit erfordert. Cecilia Bartoli glänzt in der Rolle der Corinna mit kristallklaren Koloraturarien. Das Ensemble zeigt zudem akrobatische Kunststücke und bewegt sich präzise durch die musikalischen Nummern.
Gianluca Capuano dirigiert das auf historische Instrumente spezialisierte Ensemble Les Musiciens du Prince-Monaco. Die Produktion besticht durch opulente Fantasiekostüme von Victoria Behr, die das visuelle Spektakel noch verstärken. Dramatische Höhepunkte wie Schüsse aus Pistolen und eine in Flammen stehende Harfe steigern die theatralische Wirkung.
Die Neuinszenierung verbindet sängerische Meisterschaft, körperlichen Wagemut und aufwendige Bühnengestaltung. Ihr Erfolg liegt im Charme des Originalwerks und der kreativen modernen Umsetzung. Das Publikum verließ begeistert den Saal – stehend, mit tosendem Applaus für Ensemble und Team.






