04 March 2026, 08:03

Telekom und Metzler testen nachhaltiges Bitcoin-Mining mit Ökostrom-Überschüssen

Eine Luftaufnahme eines Solarparks mit zahlreichen Solarmodulen auf einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras, Wasser und einer Bahnlinie in der Nähe.

Telekom und Metzler testen nachhaltiges Bitcoin-Mining mit Ökostrom-Überschüssen

Telekom und Metzler starten Pilotprojekt 'Digitale Monetäre Photosynthese'

Telekom und das Bankhaus Metzler haben sich zusammengeschlossen, um ein Pilotprojekt mit dem Namen Digitale Monetäre Photosynthese zu lancieren. Im Mittelpunkt der Initiative steht nachhaltiges Bitcoin-Mining durch die Nutzung von Überschussenergie aus erneuerbaren Quellen. Laut Verantwortlichen könnte das Vorhaben nicht nur zur Stabilisierung des deutschen Stromnetzes beitragen, sondern auch neue Anwendungsmöglichkeiten für Blockchain-Technologien erschließen.

Das Projekt setzt überschüssige Energie aus Solar- und Windkraftanlagen ein, um Bitcoins zu schürfen. Indem die Mining-Aktivitäten an die Schwankungen im Stromangebot angepasst werden, sollen Nachfrage ausgeglichen und Energieverschwendung reduziert werden. Dieser Ansatz könnte Betreibern von Wind- und Solaranlagen finanzielle Erträge bescheren und gleichzeitig die Netzstabilität fördern.

Die Tochtergesellschaft der Telekom für digitale Transformation, Telekom MMS, wird die Web3-Infrastruktur des Projekts verwalten. Die eigentlichen Mining-Operationen werden von der Metis Solutions GmbH betrieben. Oliver Nyderle, Leiter der Abteilung Digital Trust & Web3-Infrastruktur bei Telekom MMS, erläuterte, dass überschüssige Energie durch das Schürfen in digitale Wert umgewandelt werden könne.

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Bisher gab es nur wenige erfolgreiche Projekte dieser Art. In Österreich nutzt das Unternehmen Serwas Abwärme von Servern (ursprünglich aus dem Bitcoin-Mining) zur Gebäudeheizung, und Vietnam plant bis 2026 eine Pilotbörse für Kryptowährungen – doch keines dieser Vorhaben konzentriert sich auf die Nutzung von Überschussenergie aus erneuerbaren Quellen. Sollte das deutsche Projekt gelingen, könnte es Maßstäbe setzen für die Verbindung von Krypto-Mining mit nachhaltigen Energielösungen.

Das Pilotprojekt könnte Türen für eine breitere Nutzung von Kryptowährungen und Blockchain im Energiesektor öffnen – etwa zur Steigerung der Energieeffizienz. Indem ungenutzte Ökostromkapazitäten in digitale Vermögenswerte umgewandelt werden, könnte das Vorhaben als Modell für den Ausgleich von Angebot und Nachfrage im Energiemarkt dienen. Telekom und Bankhaus Metzler werden die Entwicklung genau beobachten.