Tegels vergessene Kantine wird zum inklusiven Kultur-Hotspot in Berlin
Lotta BrandtTegels vergessene Kantine wird zum inklusiven Kultur-Hotspot in Berlin
Eine lange verlassene Kantine des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel erlebt als lebendiger Kulturort eine Renaissance. Das Kollektiv Turbulence, bestehend aus sechs Kreativen, hat die Alte Frachtkantine in einen inklusiven Partyraum mit freiem Eintritt für alle verwandelt. Ihr erstes Event, LIFTOFF, lockte am 30. September 700 Besucher:innen zu Workshops, Performances und einer Rave-Party.
Die alte TXL-Kantine stand leer, seit der Flughafen Tegel im November 2020 geschlossen wurde. Berlin nutzt das Gelände seitdem als nachhaltigen Innovationsstandort, doch die Kantine blieb ungenutzt – bis Kulturgruppen sie als neuen Impuls für die Berliner Clubszenen wiederbeleben wollten. Turbulence setzte sich mit dem Konzept durch, den Ort in eine einladende Location mit Fokus auf Barrierefreiheit und Bezahlbarkeit zu verwandeln.
Auf dem 3.747 Quadratmeter großen Außenareal finden nun Live-Musik, DJ-Sets und visuelle Kunst statt. Gäste können sich in Sitzbereichen entspannen oder an Tischtennisplatten messen. Für maximale Inklusion arbeitet der Club mit der Initiative Barrierefrei Feiern zusammen und bietet barrierefreien Zugang, Hör- und Sehhilfen sowie ein vor Ort präsenten Awareness-Team, das sich um Diskriminierung oder Zugangsprobleme kümmert.
Bei der Programmgestaltung legt Turbulence Wert auf ethische Buchungen: Nur Künstler:innen mit einwandfreiem Ruf – frei von diskriminierendem Verhalten – werden eingeladen. Während weitere Events noch in Planung sind, gibt es Updates auf ihrem Instagram-Kanal.
Das Projekt schreibt ein neues Kapitel für das industrielle Erbe Tegels. Mit kostenlosem Eintritt, barrierearmem Design und einem klaren Bekenntnis zu Inklusion will Turbulence Maßstäbe für das Berliner Nachtleben setzen. Die nächsten Termine werden online bekannt gegeben, während der Ort weiterwächst.






