Stuttgart 21: Experte nennt Milliarden-Projekt einen "kolossalen Fehler"
Lotta BrandtStuttgart 21: Experte nennt Milliarden-Projekt einen "kolossalen Fehler"
Das Stuttgarter Bahnprojekt Stuttgart 21 steht in scharfer Kritik des Verkehrsexperten der Grünen, Matthias Gastel. Er bezeichnete das Vorhaben als einen „kolossalen Fehler“ und warnte vor anhaltenden Problemen bei Kapazität und Planung. Das bereits seit Jahren verzögerte Projekt soll nun erst 2031 fertiggestellt werden – ganze zehn Jahre später als ursprünglich vorgesehen.
Ursprünglich mit einem Budget von 4,5 Milliarden Euro veranschlagt, sind die Kosten für Stuttgart 21 mittlerweile auf geschätzte 11,3 Milliarden Euro explodiert. Die Deutsche Bahn bestätigte die aktuelle Summe und unterstrich damit die immense finanzielle Belastung des Projekts. Trotz der Verzögerungen und steigenden Ausgaben soll Stuttgart dennoch der erste vollständig digitalisierte Bahnhof Deutschlands werden.
Gastel kritisierte, dass der neue Bahnhof über zu wenig Kapazität und betriebliche Flexibilität verfüge. Er betonte, dass zusätzliche Infrastruktur unverzichtbar sei, um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden. Seine Bedenken gelten vor allem der Frage, ob das Design des Bahnhofs langfristigen Bedürfnissen standhalten kann, und forderte eine Überprüfung der Praxistauglichkeit und Anpassungsfähigkeit.
Die Fertigstellung des Projekts ist nun für 2031 vorgesehen – ein ganzes Jahrzehnt später als im ursprünglichen Zeitplan. Bei mehr als verdoppelten Kosten bleibt Stuttgart 21 weiter in der Kritik wegen seiner Effizienz und seines Nutzen-Kosten-Verhältnisses. Kritiker wie Gastel zweifeln weiterhin daran, ob der fertige Bahnhof die versprochenen Vorteile tatsächlich bringen wird.






