09 June 2026, 16:08

Stuttgart 21 droht neuer Mega-Rückschlag: Eröffnung erst 2031 statt 2019

Eisenbahn unter Druck - Was Özdemir bezüglich Stuttgart 21 fordert

Stuttgart 21 droht neuer Mega-Rückschlag: Eröffnung erst 2031 statt 2019

Stuttgart 21: Bahnprojekt steht vor erneutem schweren Rückschlag – Eröffnung des Durchgangsbahnhofs erst Ende 2031?

Das Großprojekt Stuttgart 21 erleidet einen weiteren herben Dämpfer: Nach aktuellen Berichten könnte der neue Durchgangsbahnhof frühestens Ende 2031 in Betrieb gehen – statt wie ursprünglich geplant 2019. Das ehrgeizige Vorhaben, das bereits von massiven Verzögerungen und explodierenden Kosten geprägt ist, sorgt für wachsende Ungeduld. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) fordert von der Deutschen Bahn nun klare Aussagen zur Zukunft des Projekts.

Die Bauarbeiten für Stuttgart 21 begannen 2010, nachdem die Finanzierungsvereinbarungen ein Jahr zuvor unterzeichnet worden waren. Kern des Umbaus ist eine komplette Neugestaltung des Stuttgarter Eisenbahnknotens mit neuen Bahnhöfen, Tunneln, Brücken und Gleisanlagen. Doch der Fortschritt stockt: Selbst die geplante Teileröffnung des unterirdischen Bahnhofs, die einst für Ende 2026 avisiert war, wurde im November 2022 abgesagt.

Digitalisierungsprobleme als Hauptgrund für die Verzögerung Aktuell verzögert sich das Projekt vor allem wegen der schwierigen Umsetzung der digitalen Steuerungstechnik. Das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS) erweist sich als weitaus komplexer als angenommen. Özdemir pocht darauf, dass die Deutsche Bahn das Projekt – inklusive der vollständigen Digitalisierung des Stuttgarter Bahnbetriebs – konsequent vorantreibt.

Auch die Kosten sind längst außer Kontrolle geraten: Statt der ursprünglich veranschlagten 4,5 Milliarden Euro (2009) beläuft sich das Budget mittlerweile auf rund 11,3 Milliarden Euro. Ein Gerichtsurteil verpflichtet die Deutsche Bahn zudem, die gesamten Mehrkosten allein zu tragen. Da kein neuer Zeitplan vorliegt, läuft derzeit eine umfassende Überprüfung des Projekts.

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Mit der aktuellen Verzögerung würde sich die Fertigstellung zwölf Jahre später als geplant vollziehen. Özdemir warnte, weitere Rückschläge wären eine «katastrophale Nachricht» für Baden-Württemberg und die Bahnreisenden. Die Deutsche Bahn hat bisher weder einen überarbeiteten Fahrplan bestätigt noch konkrete Angaben zum Fertigstellungstermin gemacht.

Quelle