Streit um Videoüberwachung und Platzgestaltung in Ohligs spaltet Parteien
Lotta BrandtStreit um Videoüberwachung und Platzgestaltung in Ohligs spaltet Parteien
In dem Stadtteil Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid entzündet sich eine Debatte über Sicherheit und Stadtplanung. Die CDU-Fraktion fordert die Einführung von Videoüberwachung im Ohligser Unterführungsbereich und argumentiert, dies würde die Sicherheit erhöhen. Unterdessen begrüßt die Grünen-Fraktion zwar Fortschritte bei der lange erwarteten Neugestaltung des Fronhof-Platzes, lehnt den Überwachungsvorschlag jedoch entschieden ab.
Der Vorstoß der CDU für Kameras in der Unterführung stößt bei den Grünen auf Widerstand. Die Parteimitglied Helga Bisier wies die Behauptung zurück, die Gegend sei ein Kriminalitätsschwerpunkt, und betonte, dass Überwachung die bürgerlichen Freiheitsrechte einschränken würde. Stattdessen schlagen die Grünen bessere Beleuchtung, regelmäßige Instandhaltung und soziale Aufsicht vor, um Sicherheitsbedenken zu begegnen.
Die Uneinigkeit zeigt sich, während beide Parteien in einer anderen Frage gemeinsamen Boden finden. Die Grünen lobten den Kurswechsel der CDU, die nun die Umgestaltung des Fronhof-Platzes unterstützt – ein Projekt, das zuvor immer wieder verschoben worden war. Bisier zeigte sich erleichtert, dass die Pläne nun vorankommen können, und bezeichnete die Umwandlung des Platzes als entscheidend für ein lebendigeres Stadtzentrum.
Für den Platz selbst setzen sich die Grünen für moderne Pflasterung, zusätzliche Sitzgelegenheiten und mehr Grünflächen ein. Zudem fordern sie die Installation von Wasserspielen, um den Ort einladender zu gestalten. Über den Platz hinaus betont die Partei, dass durchdachte Stadtplanung im weiteren Umfeld die Sicherheit auf natürliche Weise verbessern werde – ohne auf Überwachungsmaßnahmen zurückgreifen zu müssen.
Der Plan zur Unterführungsüberwachung bleibt umstritten, während die Grünen auf alternative Sicherheitskonzepte pochen. Gleichzeitig wird die Neugestaltung des Fronhof-Platzes voranschreiten und soll mit Elementen ausgestattet werden, die den öffentlichen Raum attraktiver machen. Beide Vorhaben werden die Zukunft des Stadtteils prägen, auch wenn die Meinungsverschiedenheiten über den richtigen Sicherheitsansatz bestehen bleiben.






