Streit um Ammoniakwerk in Mexiko: Umweltministerin kündigt Risikobewertung an
Paul MüllerStreit um Ammoniakwerk in Mexiko: Umweltministerin kündigt Risikobewertung an
Mexikos Umweltministerin Alicia Bárcenas Ibarra hat eine gemeinsame Risikobewertung für ein neues Ammoniakwerk in der Bucht von Ohuira in Topolobampo angekündigt. Die von Gas y Petroquímicas de Occidente (GOP) betriebene Anlage hat Proteste von Umweltschützern und indigenen Gruppen ausgelöst, die sich Sorgen über die Auswirkungen auf die Region machen.
Das Treffen zur Erörterung der Bewertung fand in Los Mochis statt. Bárcenas Ibarra skizzierte Pläne zur Einrichtung von vier Arbeitsgruppen, die sich mit Dialog, Umweltgefahren und Versorgungslücken in den lokalen indigenen Gemeinschaften befassen sollen. Die Gruppen werden in der folgenden Woche offiziell zusammentreten.
Die im Bau befindliche Anlage soll jährlich bis zu 800.000 metrische Tonnen Ammoniak produzieren. GOP hat 1,6 Milliarden US-Dollar in das Projekt investiert und betont, dass alle Sicherheits- und Umweltstandards erfüllt würden. Das Unternehmen verweist auf seine langjährige Erfahrung in der Herstellung von Ammoniak, Methanol und Düngemitteln als Beleg für die sichere Führung der Anlage.
GOP begann die behördlichen Verfahren vor 13 Jahren und behauptet, alle erforderlichen Schritte abgeschlossen zu haben – darunter Umweltverträglichkeitsprüfungen und Konsultationen mit indigenen Gemeinschaften. Dennoch hält der Widerstand der Initiative „Nicht hier“ und lokaler Gruppen an. An der anstehenden Risikobewertung werden Behörden, Anwohner und Aktivisten beteiligt sein, um die potenziellen Gefahren der Anlage zu prüfen.
Ziel der gemeinsamen Bewertung ist es, das Gesamtrisiko der Anlage für die Region zu bestimmen. Die Arbeitsgruppen werden sich auf die von der Bevölkerung vorgebrachten ökologischen und sozialen Bedenken konzentrieren. Ihre Ergebnisse sollen die weiteren Entscheidungen über die Zukunft des Projekts leiten.






