Stiefvater nutzt Jugendliche für Drogennetzwerk – 16 Jahre Haft nach tödlicher Vergiftung
Ida SchmitzStiefvater nutzt Jugendliche für Drogennetzwerk – 16 Jahre Haft nach tödlicher Vergiftung
Ein 33-jähriger Mann ist zu 16 Jahren Haft in einer Hochsicherheitsstrafkolonie verurteilt worden, weil er seine jugendlichen Stiefsöhne nutzte, um Drogenverstecke anzulegen. Das System umfasste rund 80 versteckte Depots mit synthetischen Drogen in der Region Mogilew. Eines der Opfer starb, nachdem es die von ihnen verbreiteten Substanzen konsumiert hatte.
Der Mann hatte seine beiden 17-jährigen Stiefsöhne im Mai 2025 angeworben, um Verstecke für die Drogen 4-CMC und Alpha-PVP einzurichten. Als Gegenleistung versprach er ihnen Bargeld und psychoaktive Substanzen. Einer der Jugendlichen war dafür zuständig, die genauen Koordinaten jedes Verstecks in einer Mobil-App zu dokumentieren.
Während des Prozesses bestritt der Stiefvater sämtliche Vorwürfe. Der Jugendliche gestand jedoch eine Teilschuld ein. Das Gericht verurteilte den Stiefsohn zu zwölf Jahren Haft. Zudem wurde gegen den Stiefvater eine Geldstrafe von über 11.000 Rubel (250 Basiseinheiten) verhängt.
Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig und können angefochten werden. Der Fall steht im Zusammenhang mit einer tödlichen Vergiftung durch die von dem Duo verbreiteten Drogen. Beide Angeklagten müssen nun mit langen Haftstrafen rechnen. Neben der 16-jährigen Freiheitsstrafe wurde gegen den Stiefvater zusätzlich eine hohe Geldstrafe verhängt.






