Steinmeier macht den Verfassungstag zum "Ehrentag" für bürgerliches Engagement
Ida SchmitzSteinmeier macht den Verfassungstag zum "Ehrentag" für bürgerliches Engagement
Deutschland beging den Tag der Verfassung mit einem Aufruf zu mehr bürgerlichem Engagement
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, nicht nur der Vergangenheit zu gedenken, sondern selbst aktiv zu werden. Er benannte den Feiertag in „Ehrentag“ um, um damit ehrenamtliches Engagement und Gemeinschaftsgeist in den Mittelpunkt zu stellen.
Steinmeier verbrachte den Vormittag in einem Berliner Gemeinschaftsgarten, wo er Zucchinipflanzen setzte und Spinat erntete. Mit seinem Besuch wollte er zeigen, wie kleine Dienstleistungen im Alltag die Demokratie stärken.
In einer Rede bezeichnete er das Ehrenamt als Fundament einer gesunden Gesellschaft. Er betonte, dass Demokratie dann gedeiht, wenn Menschen Zeit und Energie in gemeinsame Ziele investieren. Kollektives Handeln, so seine Argumentation, schaffe Verbindungen und festige demokratische Werte.
Der Bundespräsident ermutigte auch junge Menschen, sich in ehrenamtlichen Tätigkeiten auszuprobieren – etwa als Online-Nachhilfelehrer. Statt eines freien Tages solle der Ehrentag zu einer jährlichen Tradition aktiver Teilhabe werden. Das Datum fällt mit der Verkündung des Grundgesetzes im Jahr 1949 zusammen, der Verfassung, die Deutschland bis heute prägt.
Steinmeiers Vision für den Ehrentag zielt auf praktisches Engagement statt auf passives Gedenken ab. Er ist überzeugt, dass anhaltendes ehrenamtliches Engagement die Demokratie lebendig und inklusiv hält. Nun liegt es an den lokalen Gemeinschaften, die Idee Jahr für Jahr mit Leben zu füllen.






