29 April 2026, 12:09

Stefan Evers wird Berlins neuer Kultursenator nach Skandal-Rücktritt

Logo der Berliner Finanzinitiative mit einem blauen Kreis mit weißer Umrandung und einem weißen "B" in der Mitte, umgeben von einem weißen Ring mit einem blau-weißen Karomuster, alles auf einem weißen Hintergrund mit der schwarzen Schrift "Berlin Finance Initiative".

Stefan Evers wird Berlins neuer Kultursenator nach Skandal-Rücktritt

Berlin bekommt einen neuen Kultursenator – nur eine Woche nach dem überraschenden Rücktritt von Sarah Wedl-Wilson. Bürgermeister Kai Wegner (CDU) gab am Mittwoch bekannt, dass Stefan Evers (CDU) das Amt übernehmen wird. Die Entscheidung fällt nach einem Finanzskandal, bei dem Gelder für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus rechtswidrig bewilligt worden waren.

Die parteilose Senatorin Wedl-Wilson war am Freitag von ihrem Posten zurückgetreten. Ihr Rückzug folgte auf einen Bericht des Berliner Rechnungshofs, der offenlegte, dass 2,6 Millionen Euro für Antisemitismus-Präventionsprojekte unrechtmäßig freigegeben worden waren.

Wegner ernannte Evers am Mittwochmorgen zu ihrem Nachfolger. Der CDU-Politiker setzte sich dabei gegen den früheren Justizsenator Thomas Heilmann durch – nicht zuletzt wegen seiner finanziellen Expertise und seiner engen Verbindungen zur Kulturszene. Evers wird nun bis zur Landtagswahl im September 2026 sowohl die Finanz- als auch die Kulturverwaltung leiten.

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Er hat bereits Verhandlungen über den Hauptstadtfinanzierungsvertrag aufgenommen, der auch die Förderung des Berliner Kultursektors umfasst. In seiner Doppelfunktion bleibt er weiterhin für die städtischen Finanzen zuständig und übernimmt gleichzeitig die Verantwortung für die Kulturpolitik.

Evers' Ernennung bringt dringend benötigte Finanzkompetenz in die Kulturverwaltung – zu einem kritischen Zeitpunkt. Der neue Senator muss nun die Folgen des Förderskandals bewältigen und gleichzeitig den Kulturhaushalt der Stadt steuern. Seine Führung wird beide Bereiche bis zu den anstehenden Wahlen prägen.

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