18 February 2026, 00:15

Spendenaktion für Markus W. nach jahrelangem Justizdrama mit Gil Ofarim

Ein Blatt mit dem Text "John Hilton, at No. 67, West Smithfield, London" darauf geschrieben.

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Spendenaktion für Markus W. nach jahrelangem Justizdrama mit Gil Ofarim

Ein Social-Media-Influencer hat eine Spendenaktion für Markus W. gestartet, den Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlich vom Sänger Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt worden war. Die Kampagne soll W. nach Jahren juristischer Auseinandersetzungen und öffentlicher Vorverurteilung unterstützen. Die gesammelten Gelder fließen an gemeinnützige Organisationen und seine Familie.

Ofarim, der seine Anschuldigung später als falsch eingestanden hatte, gewann Anfang 2026 zwar 100.000 Euro in einer Reality-TV-Show – doch die vereinbarten 20.000 Euro Entschädigung aus einem Vergleich mit W. von 2023 blieb er bis heute schuldig.

Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim Markus W. vorwarf, ihm im Leipziger Westin Hotel wegen seines Davidstern-Anhängers den Service verweigert zu haben. Erste Berichte stellten W. als Aggressor dar und lösten Empörung aus. Doch noch 2021 widerlegten Zeugenaussagen und eine Analyse der Hotelaufnahmen die Vorwürfe als erfunden.

Im November 2023 entschuldigte sich Ofarim öffentlich vor Gericht, löschte das belastende Video und verpflichtete sich zur Zahlung von 20.000 Euro – die jedoch nie erfolgten. Unterdessen steigerte Ofarim seine Medienpräsenz, nachdem er Anfang 2026 die Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! gewann und insgesamt 400.000 Euro verdiente.

W. brach dieses Jahr sein Schweigen, kritisierte Ofarims anhaltende Selbstdarstellung als Opfer und wies Vorwürfe einer Schweigepflicht zurück. Stattdessen kündigte er an, Spendengelder an die Anti-Hass-Organisation HateAid und die Kinderhilfe Minilöwen weiterzuleiten. Der Influencer Sanijel Jakimovski organisiert nun die Sammlung und versprach volle Transparenz nach Kampagnenende.

Die öffentliche Meinung steht mittlerweile klar auf W.s Seite – viele sehen in ihm das eigentliche Opfer nach Jahren der Prozessverschleppung und ausbleibender Entschädigung.

Die Spendenaktion soll W. helfen, den langjährigen Konflikt hinter sich zu lassen. Die Gelder kommen zwei Hilfsorganisationen zugute und ermöglichen ihm Zeit mit seiner Familie. Ofarims ausstehende Zahlung von 20.000 Euro bleibt unterdessen unbeglichen – trotz seiner jüngsten TV-Gewinne.

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