SparkassenVersicherung verzeichnet 42 Prozent mehr Gewinn im Rekordjahr 2025
Paul MüllerSparkassen-Versicherer zahlen weniger für Wettschäden - SparkassenVersicherung verzeichnet 42 Prozent mehr Gewinn im Rekordjahr 2025
SparkassenVersicherung (SV) verzeichnete ein starkes Finanzjahr 2025 mit einem Gewinnanstieg von 42 Prozent. Der Versicherer profitierte von einem deutlichen Rückgang der Sturm-Schadensmeldungen, die von 397 Millionen Euro im Jahr 2024 auf nur noch 87,4 Millionen Euro sanken. Diese Verbesserung folgte auf ein besonders schadensreiches Jahr 2024, das als viertteuerstes in der Unternehmensgeschichte der SV aufgrund wetterbedingter Zerstörungen galt.
Das 2004 durch die Fusion von SV Baden-Württemberg und Sparkassenversicherung Hessen-Nassau-Thüringen gegründete, in Stuttgart ansässige Unternehmen blieb 2025 in seinen Kernregionen weitgehend von schweren Stürmen, Überschwemmungen oder Hagel verschont. Die günstigeren Wetterbedingungen führten zu einem Rückgang der Gesamt-Schadensfälle um zehn Prozent, die sich auf knapp 1,6 Milliarden Euro für das Jahr beliefen.
Trotz des Rückgangs der Sturmschäden wurden die Einsparungen teilweise durch steigende wasserbedingte Schadensmeldungen und höhere Reparaturkosten aufgrund der Inflation aufgezehrt. Gleichzeitig wuchs die Belegschaft der SV bis Ende 2025 auf über 5.400 Mitarbeiter an. Die Lebensversicherung blieb ein zentraler Umsatzträger – die Prämieneinnahmen stiegen um 7,2 Prozent auf rund 4,0 Milliarden Euro.
Der Nettogewinn des Versicherers erreichte 147 Millionen Euro und markiert damit eine deutliche Erholung nach den wetterbedingten Verlusten des Vorjahres. Zwar gingen die Sturmschäden stark zurück, doch belasteten anhaltende Herausforderungen durch Wasserschäden und Inflation weiterhin die Gesamtkosten. Die Finanzzahlen der SV spiegeln sowohl die verbesserten Wetterbedingungen als auch das stetige Wachstum im Lebensversicherungsbereich wider.