22 February 2026, 04:12

Söder fordert radikale Wende in der Außenpolitik und lobt Merz als "Trumpf mit Trump"

Ein Plakat mit einer bunten Deutschlandkarte mit verschiedenen Symbolen und der fett gedruckten Schrift 'Der Weg zum Frieden' darüber.

Söder fordert radikale Wende in der Außenpolitik und lobt Merz als "Trumpf mit Trump"

Markus Söder, Vorsitzender der bayerischen CSU, hat eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen Außenpolitik gefordert. Er kritisierte den Ansatz der Vorgängerregierung als zu moralinsauer und verlangte eine stärkere Betonung nationaler und europäischer Interessen. Seine Äußerungen fielen zusammen mit Lob für Bundeskanzler Friedrich Merz und einem Appell, bei den anstehenden Landtagswahlen konservative Erfolge zu erzielen.

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Söder richtete seine Kritik vor allem gegen die ehemalige Ampelkoalition, der er vorwarf, anderen Nationen Belehrungen zu erteilen, statt pragmatische Politik zu betreiben. Die Haltung der Linken im Handel bezeichnete er als widersprüchlich: Einerseits habe man sich gegen das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA gestellt, andererseits beklage man nun amerikanische Zölle.

Der CSU-Chef bezeichnete zudem die aktuellen Koalitionsregierungen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg als gescheiterte Experimente. Er rief die Wähler auf, bei den März-Wahlen die CDU zu unterstützen, und argumentierte, dass konservative Führung Vorrang vor grüner Politik haben müsse.

In der Außenpolitik lobte Söder Kanzler Merz als diplomatische Stärke, insbesondere im Umgang mit den USA. Er nannte Merz "unser Trumpf mit Trump" und betonte, dessen Führung biete Europa neue Hoffnung. Söder unterstrich zudem die enge Zusammenarbeit zwischen CSU und CDU und präsentierte eine geschlossene Front innerhalb der konservativen Unionsfamilie.

Merz' Kurs bezeichnete er als notwendigen "Kompass" in unsicheren Zeiten und betonte die Notwendigkeit von Stabilität und klarer Richtung in der Außenpolitik. Konkrete Politikänderungen oder eine Neuausrichtung Deutschlands in Handel, Sicherheit oder den Beziehungen zu den USA nannte er jedoch nicht.

Söders Aussagen unterstreichen den Drang nach einer konservativen Neuausrichtung in Innen- und Außenpolitik. Die Kritik des CSU-Vorsitzenden an früheren Regierungen und seine Unterstützung für Merz deuten auf eine mögliche Wende in der deutschen Außenpolitik hin. Die anstehenden Landtagswahlen werden zeigen, ob die Wähler seinen Aufruf zum Wandel mittragen.