Skandalvideo kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg entfacht Streit zwischen Grünen und CDU
Ida SchmitzPalmer fordert Fairness im Streit um Hagel-Video - Skandalvideo kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg entfacht Streit zwischen Grünen und CDU
Politischer Streit in Baden-Württemberg kurz vor der Landtagswahl
Nur wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg ist ein politischer Streit entbrannt. Tübings Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) kritisierte die grüne Landtagsabgeordnete Zoe Mayer dafür, eine alte Videoaufnahme des CDU-Kandidaten Manuel Hagel wieder in die Öffentlichkeit gebracht zu haben. Die Aufnahme aus dem Jahr 2018 zeigt Hagel, wie er in einem Interview eine umstrittene Bemerkung über das Aussehen einer Studentin macht.
Bei dem fraglichen Video handelt es sich um einen Ausschnitt aus dem Jahr 2018, als der damals 29-jährige Hagel während eines Interviews die 'rehbraunen Augen' einer Studentin kommentierte. Später räumte Hagel ein, dass seine einleitenden Worte in dem Gespräch ein Fehler gewesen seien – ursprünglich habe er mit der Anekdote jedoch die Bedeutung von Sprache in der Politik verdeutlichen wollen.
In einer aktuellen TV-Debatte ging Hagel auf die Kritik an seiner damaligen Äußerung ein und bezeichnete seinen Auftritt rückblickend als 'Mist' (Unsinn). Er zeigte Reue und fügte hinzu, seine Frau habe ihm damals 'ordentlich den Kopf gewaschen'.
Während Oberbürgermeister Palmer Mayers Bedenken hinsichtlich Hagels Aussage grundsätzlich teilte, warf er ihr vor, der Zeitpunkt der Veröffentlichung sei unfair. Die erneute Thematisierung des acht Jahre alten Videos kurz vor der Wahl könnte die Position der Grünen in möglichen Koalitionsverhandlungen mit der CDU schwächen.
Die Kontroverse kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, nur wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Zwar hat Hagel seinen Fehler eingeräumt, doch die wiederaufgekommene Videoaufnahme hat die Debatte über politische Sprache und Wahlkampftaktiken neu entfacht. Der Streit offenbart zudem die Spannungen zwischen Grünen und CDU, die sich auf eine mögliche künftige Zusammenarbeit einstellen müssen.






