12 June 2026, 12:25

Skandal um Siresp: Rücktritt nach Vorwürfen gegen Nunes' Rückkehr an die Spitze

António Pombeiro e Viegas Nunes Nimmt in Parlament zu SIRESP-Kontroverse Stellung

Skandal um Siresp: Rücktritt nach Vorwürfen gegen Nunes' Rückkehr an die Spitze

António Pombeiro trat am 22. Mai als stellvertretender Generalsekretär des Innenverwaltungsministeriums zurück. Sein Rücktritt erfolgte nach der Wiederernennung von Viegas Nunes zum Chef von Siresp S.A., einem staatlichen Kommunikationsnetz. Pombeiro begründete seinen Rückzug mit schweren Managementunregelmäßigkeiten während der früheren Amtszeit von Nunes.

Pombeiro hatte seinen Rücktritt bereits am 28. April eingereicht, noch vor Nunes’ Rückkehr zu Siresp. Damals nannte er andere Gründe für seinen Schritt. In seinem endgültigen Rücktrittsschreiben bezog er sich jedoch direkt auf Viegas Nunes und warf ihm vor, das Unternehmen unter militärische Kontrolle bringen zu wollen. E-Mails, die der Nachrichtenagentur Lusa vorliegen, bestätigen diese Vorwürfe.

Nunes hatte Siresp von 2022 bis 2024 geleitet. Der zuständige Minister verteidigte später seine Kompetenz und betonte, Nunes habe dem Land „außergewöhnlich gute Dienste“ geleistet. Eine Prüfung durch die Generalinspektion der Finanzen ergab zudem keine Hinweise auf Rechtsverstöße während seiner Amtszeit.

Das SIRESP-Netz ist seit Langem umstritten. Es stand in der Kritik, weil es während der Waldbrände 2017 versagt hatte und auch bei dem Blackout 2025 sowie dem Sturm Kristin an seine Grenzen stieß. Politische Parteien wie die Liberale Initiative und Chega fordern nun parlamentarische Anhörungen, um Pombeiros Vorwürfe zu untersuchen.

Pombeiros Rücktritt trat am selben Tag in Kraft, an dem Nunes wiederernannt wurde. Das Ministerium wies Vorwürfe von Fehlverhalten zurück, doch die Opposition besteht auf Aufklärung. Mit parlamentarischen Debatten zur Sache ist zu rechnen.

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