Silvester-Schlager-Boom 2025 bricht alle Rekorde – doch die Kritik bleibt

Admin User
2 Min.
Eine Gruppe von drei Personen sitzt auf einem Sofa und gibt ein Interview, wobei eine Person links in einem schwarzen Mantel und Hose, eine Person in der Mitte mit einem Mantel und blauer Krawatte und einem Mikrofon sowie eine Person rechts mit einem Lächeln zu sehen ist. Ein Mikrofonrecorder befindet sich auf dem Tisch in der Mitte, Kameras sind auf der rechten und linken Seite und große Scheinwerfer sind vorhanden, sowie eine Projektionswand im Hintergrund.

Silvester-Schlager-Boom 2025 bricht alle Rekorde – doch die Kritik bleibt

Der Silvester-Schlager-Boom am 31. Dezember 2025 hat bereits alle Rekorde gebrochen: Alle 10.000 Tickets waren innerhalb von Minuten ausverkauft. Das Münchner Spektakel wird Stars wie Roland Kaiser, Maite Kelly und die Newcomerin Alina präsentieren, die damit ihren ersten Auftritt in einer von Florian Silbereisens Shows feiert. Doch während die Vorfreude wächst, halten sich auch die Debatten über die Künstlerauswahl und Branchenpraktiken hartnäckig.

Die Tickets für den jährlichen Schlager-Boom waren blitzschnell vergriffen – ein weiterer Beweis dafür, dass die Silvestergala zu den begehrtesten Events Deutschlands zählt. Auf der Bühne stehen erfahrene Acts wie der 73-jährige Roland Kaiser, Maite Kelly und die Band Unheilig. Mit dabei ist auch Alina, ein neues Gesicht, das hier erstmals auf Silbereisens Bühne debütiert.

Produzent Florian Silbereisen verteidigt seine Gästeauswahl gegen langjährige Kritik. Er wies Vorwürfe zurück, stets dieselben Künstler zu buchen, und verwies auf Erfolge wie Semino Rossi, Helene Fischer oder Ben Zucker, deren Karrieren durch seine Plattform gefördert worden seien. Doch der 88-jährige Schlager-Legende Roberto Blanco spricht von einer "kleinen Mafia" in der Szene und kritisiert, dass ein kleiner Kreis von Künstlern die Chancen unter sich aufteile. Zudem moniert er intransparente Gagenstrukturen in der Branche.

Nicht alle profitieren gleichermaßen von der Aufmerksamkeit. Die 48-jährige Francine Jordi etwa erhielt seit Jahren keine Einladung mehr – Silbereisen begründet dies mit einem vollen Terminkalender oder musikalischen Unterschieden. Gleichzeitig sind Sänger wie Ross Antony, Giovanni Zarrella oder Eloy de Jong zu Stammgästen geworden, was die Diskussionen über Fairness weiter anheizt.

Der Schlager-Boom selbst will das Genre mit einer Mischung aus Starauftritten und Publikumseinbindung frisch halten und ein gemeinsames Fest schaffen. Doch während die Vorfreude auf das Event steigt, bleiben Fragen nach Transparenz und Vielfalt in der Schlagerwelt unbeantwortet.

Am Silvesterabend wird der Schlager-Boom in München vor ausverkauftem Haus stattfinden – mit etablierten Namen und neuem Talent. Während Silbereisen seine Rolle als Karriereförderer betont, verweisen Kritiker wie Blanco und Jordi auf anhaltende Bedenken hinsichtlich Exklusivität und Gerechtigkeit. Der Erfolg der Show spiegelt die ungebrochene Beliebtheit des Genres wider, doch die Debatten über seine internen Mechanismen dauern an.