16 April 2026, 06:10

Siemens plant radikale Umstrukturierung: Sparten sollen aufgelöst werden

Wertpapierbescheinigung für Inhaberaktien ausgestellt von Landore Siemens Steel Company Limited, ein bedrucktes Papierdokument mit Namen und Adressdetails des Unternehmens.

Siemens plant radikale Umstrukturierung: Sparten sollen aufgelöst werden

Laut Medienberichten plant Siemens eine umfassende interne Umstrukturierung, um seine Geschäftsabläufe zu straffen. Im Rahmen dieser Neuaufstellung könnte der Konzern die Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure auflösen. Die Maßnahmen entsprechen dem langfristigen Ziel von Vorstandschef Roland Busch, Siemens zu einer stärker integrierten Technologiegruppe umzubauen.

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Die geplante Restrukturierung folgt auf die bereits 2018 erfolgte Ausgliederung des Medizintechnikbereichs Siemens Healthineers. Künftig sollen die verbleibenden Geschäftsbereiche direkt der Konzernführung unterstellt werden. Damit will das Unternehmen Doppelstrukturen abbauen und parallele Entwicklungen in verschiedenen Bereichen verringern.

Die Änderungen sind Teil der Siemens-Strategie "One Tech Company", die darauf abzielt, interne Abgrenzungen zu überwinden und Fachwissen zentral zu bündeln. Zwar wurden bisher keine Stellenstreichungen angekündigt, doch sind Anpassungen in Vertrieb, Einkauf und Entwicklung zu erwarten. Matthias Rebellius und Cedrik Neike, die derzeit die Sparten Smart Infrastructure bzw. Digital Industries leiten, wären von der Neuordnung besonders betroffen.

Vor eineinhalb Jahren hatte CEO Roland Busch erstmals seine Vision einer enger verzahnten Technologiegruppe skizziert. Siemens wollte die Details der Pläne auf Anfrage der "Handelsblatt" nicht bestätigen und lehnte eine Stellungnahme ab.

Falls umgesetzt, würde die Umstrukturierung eine deutliche Wende in der Organisation der Siemens-Kernbereiche bedeuten. Der Fokus auf Zentralisierung und Effizienz könnte interne Arbeitsabläufe und Berichtsstrukturen grundlegend verändern. Zwar sind vorerst keine Entlassungen geplant, doch dürften sich die betrieblichen Prozesse spürbar wandeln.

Quelle