Sexuelle Belästigung in Rulantica: Wie ein Mädchen im Europa-Park entkam
Miriam AlbrechtAlbtraum am Rulantica-Pool: Wie der Sechsjährige verschwand - Sexuelle Belästigung in Rulantica: Wie ein Mädchen im Europa-Park entkam
Ein 31-jähriger Rumäne steht derzeit vor Gericht, weil er angeklagt ist, im August 2025 ein sechsjähriges Mädchen im Wasserpark Rulantica des Europa-Parks sexuell belästigt zu haben. Das Kind war verschwunden, während seine Eltern kurz unaufmerksam waren. Seitdem hat der Park als Reaktion strengere Sicherheitsvorkehrungen eingeführt.
Das Mädchen verschwand, als der Vater ihr ein temporäres Tattoo besorgen wollte und die Mutter mit dem jüngeren Geschwisterkind in der Nähe war. Der Angeklagte soll das Mädchen vom Poolbereich weggelockt und in ein benachbartes Maisfeld geführt haben. Dort habe er versucht, sie zu übergreifen, und ihr Kokain angeboten, um sie gefügig zu machen.
Als sich das Kind wehrte, soll sie zu ihm gesagt haben: "Du bist überhaupt kein guter Mensch." Daraufhin warf der Mann sie in ein Gebüsch am Straßenrand und floh. Fast zwei Stunden später wurde das Mädchen allein im Wald gefunden – erschöpft, leicht verletzt und noch immer nur mit Bikini und Badeschuhen bekleidet.
Der Verdächtige tauchte unter, wurde jedoch eine Woche später in Rumänien festgenommen. Sollte er geständig sein, rechnen die Staatsanwälte mit einer Haftstrafe zwischen drei Jahren und neun Monaten sowie vier Jahren und neun Monaten.
Im Oktober 2025 kündigte der Europa-Park neue Sicherheitsmaßnahmen für die Rulantica an, darunter Armbänder, die innerhalb von Familiengruppen vernetzt sind, um Ein- und Ausgänge zu überwachen. Weitere Details zu zusätzlichen Änderungen im Park oder ähnlichen Einrichtungen in Deutschland wurden jedoch nicht bekannt gegeben.
Der Prozess läuft noch; im Falle einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine Gefängnisstrafe. Der Europa-Park hat bereits schärfere Kontrollen eingeführt, um künftig solche Vorfälle zu verhindern. Der Fall hat Bedenken hinsichtlich der Kindersicherheit in öffentlichen Freizeiteinrichtungen aufgeworfen.






