24 April 2026, 06:08

Sexismus-Vorwürfe vor Leipzig gegen Union: Wie ein Tweet die Bundesliga aufrüttelt

Schwarzes und weißes Foto von Fußballspielern im Einsatz auf einem Feld mit Zuschauern und einem Bundesliga 1978-79 Ajax 1-1 Hannover 96-Banner im Hintergrund.

Sexismus-Vorwürfe vor Leipzig gegen Union: Wie ein Tweet die Bundesliga aufrüttelt

Ein Austausch auf Social Media zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Union Berlin hat vor dem bevorstehenden Bundesliga-Duell für Diskussionen gesorgt. Die Rivalität nahm eine unerwartete Wendung, als ein Post Leipzigs mit der Frauenfußballtrainerin Marie-Louise Eta Vorwürfe des Sexismus auslöste. Beide Mannschaften treffen sich nun am Freitag um 20:30 Uhr MEZ in Leipzig auf dem Platz – das Spiel wird live bei Sky übertragen.

Der Streit begann, als Union Berlin vor dem Spiel per Tweet den Besuch in Leipzig ankündigte. RB Leipzig reagierte mit einem Beitrag, der Frauen in Führungspositionen beim Verein hervorhob – darunter Fotos von Eta mit Spielern und dem ehemaligen Trainer Marco Rose. Die Bildunterschrift lautete: "Euer Cheftrainer fand die Stadt nicht einfach nur ganz nett…" – ein Verweis auf Etas Praktikum beim Klub Ende 2022.

Eta selbst hatte die Aufnahmen bereits im Januar 2023 auf Instagram als Teil eines Jahresrückblicks geteilt. Die Bilder dokumentierten ihre Zeit in Leipzig während ihrer UEFA-Pro-Lizenz-Ausbildung, in der sie Rose begleitete. RB Leipzig betonte später, man freue sich auf ihre Rückkehr, und stellte den Post als Würdigung ihrer Verdienste dar.

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Doch einige Nutzer warfen dem Verein eine sexistische Äußerung vor. Leipzig wies die Vorwürfe zurück und verwies auf das eigene Engagement für Gleichberechtigung. Auch Horst Heldt, Sportdirektor von Union Berlin, meldete sich zu Wort und verurteilte die Online-Angriffe gegen Eta, die seit ihrem Amtsantritt als erste Trainerin in der deutschen Männer-Bundesliga mit Anfeindungen konfrontiert ist.

Der Vorfall lenkt erneut den Blick auf die Herausforderungen, mit denen Frauen im Fußball nach wie vor kämpfen. Etas Erlebnisse unterstreichen das anhaltende Problem sexistischer Übergriffe im Sport. Nun rückt der Fokus auf das Freitagsspiel, bei dem beide Teams auf dem Rasen und nicht im Netz gegeneinander antreten.

Quelle