SECO-IT-Panne lässt Arbeitslose ohne Geld – wer haftet für die Verzögerungen?
Miriam AlbrechtSECO-IT-Panne lässt Arbeitslose ohne Geld – wer haftet für die Verzögerungen?
Defektes IT-System beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) verursacht massive Verzögerungen bei Arbeitslosenhilfe
Ein fehlerhaftes IT-System beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) führt zu erheblichen Verzögerungen bei der Auszahlung von Arbeitslosenunterstützung. Einige Arbeitssuchende geraten dadurch in finanzielle Not. Kritiker vergleichen das problematische System mit einem alten Drucker, der ständig Papierstaus verursacht.
Die Probleme begannen, nachdem das SECO ein neues Zahlungssystem eingeführt hatte, das sich schnell als unzuverlässig erwies. Statt die Auszahlungen zu beschleunigen, hat das System anhaltende Verzögerungen verursacht – viele Arbeitslose erhalten ihre erwarteten Leistungen nicht rechtzeitig.
Der Projektverantwortliche beim SECO steht in der Kritik, weil er die Schwere der Probleme verharmlost habe. Trotz wiederholter Beschwerden gibt es bisher keine schnelle Lösung. Auch SECO-Direktorin Helene Budliger Artieda konnte die Missstände nicht in angemessener Zeit beheben.
Immer mehr Stimmen fordern, dass der Bund eingreift und die durch die Verzögerungen entstandenen Säumniszuschläge übernimmt. Doch die eigentlichen Ursachen des IT-Versagens – und die dadurch entstehenden Zusatzkosten – bleiben ungeklärt. Da keine rasche Lösung in Sicht ist, wächst der Druck auf Bundesrat Guy Parmelin, den für das SECO zuständigen Wirtschaftsminister.
Falls sich die Zahlungsverzögerungen nicht bald bessern, könnte Parmelin gezwungen sein, sich öffentlich zu dem Problem zu äußern. Die anhaltenden IT-Probleme haben bereits einige Arbeitslose in finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Ohne schnelles Handeln droht sich die Lage weiter zu verschärfen.






