Schweizerische Post 2025: Gewinne sinken trotz hoher Servicequalität und Effizienz
Paul MüllerSchweizerische Post 2025: Gewinne sinken trotz hoher Servicequalität und Effizienz
Die Schweizerische Post hat ihre Finanzzahlen für 2025 vorgelegt – mit rückläufigen Gewinnen trotz Erfüllung aller Qualitätsziele. Das Unternehmen zählt weiterhin zu den effizientesten Postdienstleistern Europas und kommt ohne staatliche Subventionen aus. Doch sinkende Briefvolumina und wirtschaftliche Belastungen haben die Erträge belastet.
Im Jahr 2025 erzielte die Schweizerische Post ein Betriebsergebnis von 332 Millionen Schweizer Franken, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Auch der Reingewinn verringerte sich um 20 Millionen Franken auf 315 Millionen Franken. Als Gründe nennen die Verantwortlichen niedrigere Zinsen sowie den anhaltenden Rückgang des klassischen Briefverkehrs.
Die Betriebseinnahmen beliefen sich auf 7,3 Milliarden Franken – ebenfalls weniger als 2024. Die PostFinance, der Finanzarm der Schweizerischen Post, spielte eine zentrale Rolle, um die Profitabilität zu stützen. Ohne ihren Beitrag wären die Ergebnisse der Gruppe deutlich schwächer ausgefallen.
Trotz der finanziellen Herausforderungen bietet die Schweizerische Post weiterhin den besten universellen Postdienst Europas zu den niedrigsten angepassten Preisen an – und das als einer der wenigen Anbieter ohne staatliche Unterstützung. Um dem Rückgang der Briefsendungen entgegenzuwirken, führt das Unternehmen ab April digitale Briefe in seinen Universaldienst ein.
Für die Zukunft plant die Schweizerische Post, bis 2030 die internen Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Dabei stehen schlanke Managementstrukturen und optimierte Abläufe im Fokus. Mittelfristig sind zudem Preisanpassungen vorgesehen, um die anhaltende Abnahme des physischen Postverkehrs auszugleichen.
Die Zahlen für 2025 zeigen: Die Schweizerische Post bleibt operativ stark, steht aber unter finanziellen Druck. Während das Unternehmen seine hohen Service-Standards hält, bereitet es sich auf den Wandel hin zu digitalen Lösungen vor. Kostensenkungen und künftige Preisanpassungen werden die Strategie der kommenden Jahre prägen.






