Schneechaos in Braunschweig: Warum der Winterdienst nach Sturm "Elli" versagte
Miriam AlbrechtSchneechaos in Braunschweig: Warum der Winterdienst nach Sturm "Elli" versagte
Braunschweig kämpft mit schweren Behinderungen nach Schneechaos durch Sturm „Elli“
Nach dem Schneesturm „Elli“, der die Region mit heftigen Schneefällen überzog, sah sich Braunschweig massiven Einschränkungen gegenüber. Straßen, Radwege und wichtige Fußgängerrouten blieben tagelang blockiert – was Kritik an den Winterdiensten der Stadt auslöste. Nun fordern lokale Politiker eine Untersuchung, wie die Schneeräumung künftig verbessert werden kann.
Der Sturm hatte weitreichende Folgen: Züge fielen aus oder verspäteten sich, Schulen blieben geschlossen, und viele Straßen waren unpassierbar. Räumteams arbeiteten im Dauerbetrieb, doch frisch geräumte Wege wurden immer wieder von Neuschnee zugedeckt. Einige Radwege blieben bis zu 19 Stunden lang ungeräumt, was Radfahrern die Fortbewegung stark erschwerte.
Die Kritik verschärfte sich, als wichtige Fußgängerrouten wie die Leonhardstraße und die Museumstraße tagelang teilweise oder komplett gesperrt blieben. Die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS warf dem zuständigen Dienstleister ALBA, der für den Winterdienst verantwortlich ist, vor, weder über ausreichend Personal noch über die nötige Ausstattung zu verfügen, um anhaltende Schneefälle zu bewältigen. Die Fraktion forderte eine detaillierte Kostenaufstellung für den Ausbau der Schneeräumung.
Als Reaktion beschloss der Stadtrat eine Prüfung der Effektivität der Winterdienste. Die Untersuchung wird die personellen und technischen Ressourcen von ALBA unter die Lupe nehmen. Die Ergebnisse sollen in die künftige Planung einfließen und auch die Vorbereitungen für ein neues Betriebsmodell unterstützen, das ab 2031 gelten soll.
Der Druck, den Winterdienst zu verbessern, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Braunschweigs Mobilitätsentwicklungsplan 2035 nachhaltige Verkehrsmittel wie Zu-Fuß-Gehen und Radfahren fördern will. Sichere und zugängliche Wege auch bei extremen Wetterbedingungen gelten als entscheidend, um diese Ziele zu erreichen.
Die Untersuchung wird bewerten, wie Braunschweig künftig besser mit extremen Winterbedingungen umgehen kann. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für Entscheidungen zu Personal, Ausstattung und Budget der Schneeräumung dienen. Die Stadt will verhindern, dass es bei den nächsten schweren Stürmen zu ähnlichen Behinderungen kommt.






