04 February 2026, 08:33

Sachsen-Anhalts Schicksal: Droht der AfD-Sieg wirtschaftliche Abwärtsspirale und Fachkräftemangel?

Eine Deutschlandkarte mit hervorhebenden Provinzen in rot und blau, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigt, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

IHW-Präsident fürchtet wirtschaftliche Folgen eines AfD-Wahlsiegs - Sachsen-Anhalts Schicksal: Droht der AfD-Sieg wirtschaftliche Abwärtsspirale und Fachkräftemangel?

Die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September könnte tiefgreifende Veränderungen in der politischen und wirtschaftlichen Landschaft der Region mit sich bringen. Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) verzeichnet weiterhin starke Zustimmungswerte und liegt in Umfragen bei 30 bis 35 Prozent – oftmals vor CDU und SPD. Experten warnen nun, dass ein Sieg der AfD wirtschaftliche Folgen für das Bundesland und das gesamte Land nach sich ziehen könnte.

Seit der Landtagswahl 2021, bei der die AfD 30,6 Prozent der Stimmen holte, prägt die Partei die Politik in Sachsen-Anhalt maßgeblich. Zwar bildete die CDU damals mit der SPD eine Regierung, doch aktuelle Umfragen zeigen die AfD weiterhin an der Spitze: Die CDU kommt auf 18 bis 24 Prozent, die SPD auf 8 bis 11 Prozent. Bündnis 90/Die Grünen und die Linke liegen jeweils unter 10 Prozent – die AfD bleibt damit die dominierende Kraft im ostdeutschen Bundesland.

Reint Gropp, Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), äußert sich besorgt über die möglichen Konsequenzen. Er argumentiert, dass eine von der AfD geführte Regierung den demografischen Niedergang Sachsen-Anhalts verschärfen könnte, da notwendige Reformen zur Anwerbung von Fachkräften ausblieben. Studien legen zudem nahe, dass Volkswirtschaften unter populistischer Führung tendenziell schlechter abschneiden als andere – ein zusätzliches Risiko.

Ein AfD-Sieg könnte die internationale Personalgewinnung für Einrichtungen wie das IWH erschweren und Mitarbeiter dazu veranlassen, nach Stellen außerhalb des Bundeslandes zu suchen. Über Sachsen-Anhalt hinaus könnte eine rechtspopulistische Regierung die Attraktivität Deutschlands für ausländische Fachkräfte mindern und zu sinkenden Investitionen im gesamten Land führen. Der Verfassungsschutz hat die AfD bereits als gesichert rechtsextrem eingestuft, was ihre mögliche Regierungsfähigkeit weiter verkompliziert.

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Das Wahlergebnis wird entscheiden, ob Sachsen-Anhalt für Unternehmen und qualifizierte Arbeitskräfte ein attraktiver Standort bleibt. Sollte die AfD gewinnen, drohen dem Bundesland wirtschaftliche Herausforderungen, während auch der Ruf Deutschlands als Investitions- und Fachkräftestandort leiden könnte. Die Wahl am 6. September wird die Zukunft der Region auf Jahre hinaus prägen.