23 April 2026, 18:10

Sachsen-Anhalt verbietet Schülerpraktika bei der AfD-Landtagsfraktion

Plakat mit der Überschrift "Kindera(r)beit ist eine nationale Gefahr - Sollen wir der Industrie die Nation überlassen?" mit fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund, das eine vielseitige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Sachsen-Anhalt verbietet Schülerpraktika bei der AfD-Landtagsfraktion

Schulen in Sachsen-Anhalt haben Schülern verboten, Praktika bei der Landtagsfraktion der AfD zu absolvieren. Das Verbot betrifft in diesem Jahr auch die Initiative "Girls' und Boys' Day", für die bereits über 20 Bewerbungen eingereicht worden waren. Landesbeamte begründen den Schritt mit dem Schutz demokratischer Grundsätze und verfassungsmäßiger Werte.

Die Entscheidung wurde von Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel unterstützt. Er wirft dem Programm der AfD undemokratische und menschenverachtende Elemente vor. Riedel verwies zudem auf die Einstufung der Partei als rechtsextrem in Teilen Deutschlands und bezeichnete eine Zusammenarbeit mit ihr als unangemessen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die AfD wies das Verbot als politisch motiviert zurück. Parteichef Ulrich Siegmund fragte, wie gewählte Abgeordnete als ungeeignet für Schülerpraktika eingestuft werden könnten. Er betonte, dass die Fraktion eine eigenständige Rechtspersönlichkeit sei und nicht derselben Prüfung unterliege wie die Gesamtpartei.

Riedel hingegen beharrte darauf, dass Schulen verfassungsgemäße Werte wahren müssten. Die Konfrontation junger Menschen mit dem Umfeld der AfD stehe im Widerspruch zu den Standards demokratischer Bildung, argumentierte er.

Durch das Verbot können in diesem Jahr keine Schüler ein Praktikum bei der AfD-Fraktion absolvieren. Die Behörden bestehen darauf, dass die Entscheidung im Einklang mit rechtlichen und pädagogischen Pflichten stehe. Die AfD hält weiterhin an ihrer Kritik fest und bezeichnet das Vorgehen als Angriff auf die politische Repräsentation.

Quelle