Russland plant neues Wehrdienst-Modell für Hochschulabsolventen bis 2026
Lotta BrandtRussland plant neues Wehrdienst-Modell für Hochschulabsolventen bis 2026
Die russische Regierung plant ein neues Verfahren für den Wehrdienst von Hochschulabsolventen. Damit sollen die Bedürfnisse der Wirtschaft mit den Anforderungen des Projekts "Professionalitet" in Einklang gebracht werden. Der Schritt folgt auf Bedenken, dass die Wehrpflicht die berufliche Entwicklung von Absolventen unterbricht.
Ministerpräsident Michail Mischustin, Verteidigungsminister Andrei Belousow und der Vorsitzende der "Nationalen Front für Russland", Michail Kusnezow, werden die Initiative leiten. Ihre Aufgabe besteht darin, ein spezielles Einberufungssystem zu entwickeln, das die Fähigkeiten der Absolventen bewahrt und gleichzeitig den militärischen Verpflichtungen gerecht wird.
Kusnezow wies darauf hin, dass junge Ingenieure durch die Wehrpflicht wertvolle Zeit verlieren, um ihr erworbenes Wissen zu festigen. Der Vorschlag richtet sich gezielt an Absolventen berufsbildender Programme, darunter auch Teilnehmer von "Professionalitet".
Regierung, Verteidigungsministerium und "Nationale Front" werden gemeinsam das neue Verfahren ausarbeiten. Ein vorläufiger Bericht wird bis zum 1. September 2025 erwartet, die endgültigen Vorschläge sollen bis zum 1. Juli 2026 vorliegen.
Kusnezow forderte zudem laufende Gespräche mit dem Verteidigungsministerium. Ziel ist es, einen Kompromiss zu finden, der sowohl die Landesverteidigung als auch die berufliche Entwicklung der Absolventen unterstützt.
Das neue System soll es Absolventen ermöglichen, während ihres Dienstes die Verbindung zu ihren Arbeitgebern aufrechtzuerhalten. Die Behörden werden ihre endgültigen Empfehlungen innerhalb der nächsten zwei Jahre vorlegen. Die Änderungen könnten jährlich Tausende Absolventen berufsbildender Programme betreffen.






