17 June 2026, 19:48

RIAS-Bericht zeigt alarmierenden Anstieg antisemitischer Vorfälle in Deutschland

Grüne fordern hohe Strafen für Plattformen bei Antisemitismus

RIAS-Bericht zeigt alarmierenden Anstieg antisemitischer Vorfälle in Deutschland

Der jüngste Jahresbericht der RIAS (Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus) offenbart einen drastischen Anstieg antisemitischer Vorfälle in ganz Deutschland. Allein im Jahr 2025 verzeichnete die Organisation 8.725 Fälle, wobei mehr als ein Viertel im Internet stattfand. Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, fordert nun dringende Maßnahmen, um der wachsenden Bedrohung entgegenzutreten.

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Der Bericht macht deutlich, dass Antisemitismus nicht nur weiterhin besteht, sondern zunehmend sichtbarer wird. Von Notz warnte, dieser Trend gefährde sowohl jüdische Gemeinschaften als auch demokratische Werte. Besonders besorgniserregend sei die Entwicklung im digitalen Raum: 27 Prozent aller Vorfälle im vergangenen Jahr spielten sich online ab.

Als Reaktion verlangte von Notz entschlossenes Handeln von Behörden und digitalen Plattformen. Er forderte große Unternehmen auf, bestehende Gesetze konsequenter durchzusetzen und antisemitische Inhalte unverzüglich zu löschen. Plattformen, die ihrer Verantwortung nicht nachkämen, müssten mit hohen finanziellen Strafen rechnen, so von Notz.

Doch nicht nur rechtliche Schritte seien nötig: Von Notz betonte auch die Bedeutung einer ** widerstandsfähigen Zivilgesellschaft**. Regierung, Gerichte und öffentliche Institutionen müssten gemeinsam gegen Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen vorgehen.

Die RIAS-Studie zeigt eine alarmierende Zunahme antisemitischer Verhaltensweisen – vor allem im Netz. Von Notz’ Vorschläge zielen darauf ab, Plattformen in die Pflicht zu nehmen und gleichzeitig den gesellschaftlichen und institutionellen Widerstand zu stärken. Die Forderung nach Sanktionen und schärferen Kontrollen unterstreicht die Dringlichkeit des Problems.

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