Rheinfelden geht mit strengen Kontrollen gegen Spielsucht und Jugendschutzverstöße vor
Miriam AlbrechtRheinfelden geht mit strengen Kontrollen gegen Spielsucht und Jugendschutzverstöße vor
Rheinfelden startet gemeinsame Initiative gegen Spielsucht und für besseren Jugendschutz
Die Stadt Rheinfelden (Baden) hat eine gemeinsame Aktion gestartet, um Spielsucht zu bekämpfen und die Einhaltung von Jugendschutzbestimmungen durchzusetzen. An der Operation beteiligten sich städtische Behörden, die Polizei Rheinfelden sowie soziale Dienste, die 20 lokale Betriebe mit Spielautomaten kontrollierten. Zwar wurden keine schweren Verstöße festgestellt, doch in acht Einrichtungen gab es Regelverletzungen – etwa bei Gaststättenvorschriften, Rauchverboten oder Glücksspielgesetzen.
Die Stadt Rheinfelden führte die Aktion in Zusammenarbeit mit der Rheinfelder Polizei und regionalen Sozialdiensten durch. Überprüft wurden Restaurants, Spielhallen, Shisha-Bars und Imbisse in der gesamten Stadt. Im Fokus standen die frühzeitige Risikoerkennung, die Sensibilisierung der Betreiber sowie Hilfsangebote für Menschen mit Glücksspielproblemen.
Acht Betriebe hielten sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben. Die Verstöße betrafen unter anderem Glücksspielregelungen, gastgewerbliche Bestimmungen, Nichtraucherschutz und Jugendschutzvorschriften. Besonders problematisch sei, so die Behörden, die offensichtliche Missachtung des Jugendschutzes gewesen.
Sämtliche festgestellten Verstöße werden nun mit Bußgeldern gegen die Verantwortlichen geahndet. Die Betreiber erhielten zudem Informationsmaterialien und Hinweise zu Suchthilfeangeboten. An der Initiative beteiligten sich die Villa Schöpplin, die Rheinfelder Polizei, die Suchtberatungsstelle des BWLV sowie das städtische Ordnungsamt.
Die Verantwortlichen betonten, dass Prävention und Kontrolle Hand in Hand gehen müssen. Nur so ließen sich Regeln durchsetzen und gleichzeitig rechtzeitig Hilfe für Betroffene anbieten.
Bei den Kontrollen in den 20 überprüften Betrieben wurden zwar keine gravierenden Verstöße gegen den Jugendschutz festgestellt, doch acht Betriebe mussten wegen anderer Regelverletzungen sanktioniert werden. Rheinfelden wird künftig weiterhin auf eine Kombination aus Überwachung und Unterstützung setzen, um Spielsucht entgegenzuwirken und junge Menschen zu schützen.






