23 February 2026, 20:13

Revolutionäres Schweißsystem Steppwelder: Sauber, schnell und ohne Zusatzmaterialien

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Maschine mit einem Rad, das zum Formen von Metall verwendet wird.

Revolutionäres Schweißsystem Steppwelder: Sauber, schnell und ohne Zusatzmaterialien

Forscher der Universität Stuttgart haben ein neues robotergestütztes Schweißsystem namens Steppwelder entwickelt. Die Technologie nutzt das Rührreibschweißen, um hochfeste Aluminiumlegierungen schnell und effizient zu verbinden. Sie richtet sich an Branchen wie Automobilbau, Luft- und Raumfahrt sowie Maschinenbau und soll bis Juni 2026 marktreif sein.

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Das Steppwelder-System kommt ohne Zusatzmaterialien aus und erzeugt weder Rauch, Spritzer noch einen übermäßigen Energieverbrauch. Dank des sogenannten "Verriegelungsnaht-Prinzips" ermöglicht es flexibles Schweißen in 2D und 3D und stellt eine 50 Zentimeter lange Naht in nur 1,5 bis 2 Sekunden her. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren benötigt es keine schweren externen Gegenhalter.

Die Schweißpistole verfügt über einen aktiv beweglichen, integrierten Gegenhalter und ist damit kompatibel mit Standard-Industrierobotern mit sechs Achsen. Diese Eigenschaft erweitert die Einsatzmöglichkeiten in der automatisierten Fertigung. Das Projekt wurde mit rund 1,4 Millionen Euro (etwa 1,66 Millionen US-Dollar) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des "VIP+"-Validierungsprogramms gefördert.

Besonders geeignet ist die Technologie für Leichtbaustrukturen wie Batteriegehäuse oder Großgussteile, bei denen Gewichtsreduzierung entscheidend ist. Zwar haben sich noch keine konkreten Unternehmen für das System interessiert, doch es wird für eine breite industrielle Nutzung entwickelt.

Steppwelder soll bis Mitte 2026 auf den Markt kommen und bietet schnelleres sowie saubereres Schweißen für hochfeste Materialien. Da es ohne zusätzliche Verbrauchsmaterialien oder schwere Ausrüstung auskommt, könnte es eine praktische Lösung für die fortschrittliche Fertigung werden. Die Förderung und technische Auslegung deuten auf ein hohes Potenzial für den zukünftigen Industrieeinsatz hin.